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Macht euch nackig! Übers große Hautgucken

aus EvidenzUpdate – für klügere Medizin · 12.05.2026 · 23 Min.

Worum es geht

In der Episode wird die Diskussion um das deutsche Hautkrebs-Screening, das für alle Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre angeboten wird, kritisch beleuchtet. Die Finanzkommission fordert eine Abkehr vom flächendeckenden, anlasslosen Screening hin zu einer risikoadaptierten Strategie, da die Evidenz für den Nutzen eines systematischen, bevölkerungsweiten Screenings schwach ist. Frühere Studien und Pilotprojekte, wie die Screen-Studie in Schleswig-Holstein, haben gezeigt, dass die erwarteten positiven Effekte auf die Senkung der Melanom-Mortalität nicht nachhaltig bestätigt werden konnten. Zudem wird die politische und berufspolitische Einflussnahme auf die Fortführung des Programms diskutiert, wobei die Gefahr besteht, dass wirtschaftliche Interessen die Evidenz überlagern. Die Episode plädiert für eine gezieltere Untersuchung, um Überdiagnosen und unnötige Kosten zu vermeiden, und begrüßt die geplanten gesetzlichen Änderungen, die eine risikobasierte Herangehensweise fördern sollen.

Beschreibung

Moin! Heute gibt es Teil 3 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 2 und Teil 1). Und der geht unter, nein: auf die Haut. Wir nehmen uns das Hautkrebs-Screening vor, von uns manchmal liebevoll auch nur HaKaEs (oder HKS) genannt. Es ist bekanntlich das einzige seiner Art auf der ganzen Welt: ein flächendeckendes, anlassloses, bevölkerungsweites Programm, bei dem alle GKV-Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre anspruchsberechtigt sind. Die Kritik daran gibt es seit vor der Einführung. Sie ist nicht leiser geworden seither. Und nun soll das HKS endlich auf den Prüfstand.

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