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Warum steigen die Inflationserwartungen?

aus ZEW Wirklich Wirtschaft · 05.05.2026 · 8 Min.

Worum es geht

Die Episode behandelt die gestiegenen Inflationserwartungen in der Eurozone, die für 2026 bei 2,7 % liegen und somit über dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent. Experten sehen kurzfristig einen deutlichen Aufwärtsdruck auf die Inflation, der vor allem durch Energiepreise, Rohstoffkosten und geopolitische Spannungen beeinflusst wird. Trotz dieser kurzfristigen Erwartungen ist die Einschätzung, dass sich die Inflation mittelfristig wieder auf das Zielniveau einpendelt, vorhanden. Die Inflationserwartungen sind entscheidend, da sie die tatsächliche Preisentwicklung beeinflussen, etwa durch Lohnverhandlungen und Preisgestaltung. Faktoren wie Energiepreise, Lieferengpässe und Handelskonflikte tragen maßgeblich zu den Erwartungen bei, während eine schwächere Nachfrage und eine Euro-Aufwertung preisdämpfend wirken können. Die EZB steht vor der Herausforderung, eine Balance zwischen Zinserhöhungen und Wachstum zu finden, um die Inflationserwartungen zu steuern.

Beschreibung

Die Inflationserwartungen für die Eurozone steigen deutlich: Finanzmarktexpertinnen und -experten rechnen für 2026 im Median mit einer Teuerungsrate von 2,7 Prozent – und damit klar über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank. In der neuen Folge des ZEW-Podcasts „Wirklich Wirtschaft“ spricht Dr. Lora Pavlova, Leiterin des ZEW-Finanzmarkttests und Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich „Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte“, über die aktuellen Ergebnisse der April-Erhebung, die Rolle von Energiepreisen und die Herausforderungen für die Geldpolitik. Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, wie dauerhaft der erhöhte Inflationsdruck ist. Zwar liegen die Erwartungen für 2026 und 2027 über dem EZB-Ziel, mittelfristig rechnen die Befragten jedoch mit einer Rückkehr in Richtung zwei Prozent. Als wichtigste Treiber nennen sie vor allem Energiepreise, aber auch Rohstoffe, Lieferengpässe, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte. Gleichzeitig wirken Faktoren wie die schwache Konjunktur im Euroraum oder eine Aufwertung des Euro eher preisdämpfend.

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