
Peter Hahne über Merz, Amthor und den freien Fall der CDU
aus Junge Freiheit Interview · 17.09.2026 · 44 Min.
Worum es geht
Peter Hahne berichtet von Kundgebungen in Mecklenburg-Vorpommern, wo eine ungewöhnliche Stimmung herrscht: Entsetzen über die CDU und die Bundesregierung, aber auch Hoffnung auf Veränderung durch die bevorstehende Wahl. Er kritisiert die CDU-Führung, insbesondere Friedrich Merz und Philipp Amthor, als unfähig und abgehoben. Die AfD sieht er als aufstrebende Kraft mit einer positiven Vision, die im Osten Deutschlands zunehmend Zuspruch findet. Zudem beklagt Hahne die zunehmende Verrohung der politischen Sprache und Kultur, die er vor allem der CDU und CSU zuschreibt. Insgesamt zeichnet er ein Bild einer Partei im freien Fall und einer Gesellschaft im Umbruch.
Beschreibung
Peter Hahne über Friedrich Merz, Philipp Amthor und die CDU vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern. Peter Hahne kommt von den Kundgebungen in Mecklenburg-Vorpommern – Ueckermünde, Güstrow, Waren an der Müritz – und beschreibt eine Stimmung, die er in über fünfzig Jahren an vorderster Front so nicht erlebt hat: Entsetzen über CDU und Bundesregierung, überlagert von der Hoffnung, mit der Wahl etwas ändern zu können. Seit Sachsen-Anhalt, sagt er, sei die alte Losung „eine Stimme für die AfD ist verloren" vorbei. Die Regierungserklärung im Bundestag nennt Hahne „ein Waterloo für den Merz": Der Kanzler beende seine Rede mit dem Brief eines Theologen und lobe Tafeln und Suppenküchen als Leistung – während sich die eigenen Leute für das Spitzenpersonal schämten. In Sachsen-Anhalt reiße der Wahlverlierer Sven Schulze den Fraktionsvorsitz an sich und spalte die geschrumpfte Fraktion; in Mecklenburg-Vorpommern stehe mit Philipp Amthor „das Aushängeschild der CDU und gleichzeitig der wichtigste Mann im Kanzleramt" an der Spitze. Hahnes Prognose für Sonntag: Die CDU könne unter die Fünf-Prozent-Hürde fallen – „Sie wird auch niemand retten." Was Ulrich Siegmund anders gemacht hat als alle vor ihm, warum die politische Sprache verroht – und was Hahne nach all dem bleibt: „Mir reicht es schon, wenn wir endlich wieder normal werden." Peter Hahne war mehr als drei Jahrzehnte beim ZDF, zuletzt als Moderator von „Berlin direkt" und der Sendung „Peter Hahne". Heute ist er Publizist und Buchautor. Das Gespräch führte Vadim Derksen. Peter Hahne können Sie persönlich treffen am 8. Oktober in Bünde (Westfalen) bei einer Kundgebung mit dem Lebensrechtler Prof. Dr.Paul Cullen.
Themen
- Zustand der CDU vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
- Politische Stimmung und Wahlverhalten im Osten Deutschlands
- Kritik an Friedrich Merz und Philipp Amthor
- Aufstieg und Strategie der AfD
- Verrohung der politischen Sprache und Kultur