
Gesundheits-Check-up: Wenn er schon nichts bringt, nützt wenigstens das Ritual?
aus EvidenzUpdate – für klügere Medizin · 19.05.2026 · 19 Min.
Worum es geht
In dieser Episode wird die aktuelle Diskussion um den Gesundheits-Check-up in Deutschland beleuchtet, insbesondere im Kontext der geplanten Gesetzesänderungen und Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit. Es wird erläutert, dass zahlreiche Studien, darunter ein umfangreiches Cochrane-Review, keinen belegbaren Nutzen für die Reduktion von Sterblichkeit oder Krankheitsrisiken durch routinemäßige Untersuchungen zeigen, obwohl sie häufig Diagnosen erhöhen. Die Experten sprechen sich für eine stärkere Fokussierung auf indikationsbezogene Tests und eine Verbesserung der Gesprächsqualität in der hausärztlichen Versorgung aus, um die medizinische Versorgung effizienter und evidenzbasiert zu gestalten. Zudem wird die Bedeutung der ärztlichen Entscheidungsfreiheit bei Laboruntersuchungen betont, während unnötige Routineuntersuchungen kritisch hinterfragt werden. Insgesamt wird eine Reform des Check-up-Programms hin zu gezielter Diagnostik und mehr Zeit für patientenorientierte Gespräche empfohlen.
Beschreibung
Salve! Hier kommt Teil 4 unserer FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 3, 2 und 1). Dieses Mal gibt es einen Check-up über den Check-up, die Gesundheitsuntersuchung (GU). Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat empfohlen, sie evidenzbasiert anzupassen. Und die Bundesregierung will die GU überprüfen lassen und mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) einen entsprechenden Auftrag ins Pflichtenheft schreiben.
Themen
- Evidenzbasierte Bewertung von Gesundheits-Check-ups
- Reformvorschläge für die Gesundheitsuntersuchung im GKV-System
- Effizienz und Nutzen von Routineuntersuchungen in der Prävention
- Gesprächsqualität und medizinische Versorgung im hausärztlichen Alltag