
Prompting-Skills (Joscha Falck)
aus Educätion im Fokus · 12.01.2026 · 33 Min.
Beschreibung
In dieser Episode von Educätion im Fokus geht es ums Prompting. Unser Gast Joscha Falck erklärt, wie Large Language Models arbeiten, warum gutes Prompting mehr mit Didaktik als mit Technik zu tun hat und welche konkreten Prompting-Techniken Lehrkräfte im Schulalltag nutzen können. 🎙️ Inhalt im Überblick (00:00) Einführung & Vorstellung des Gastes (01:50) Was passiert beim Prompten im Large Language Model? (06:02) Rechtschreibung, Tokens & Bedeutung im Prompt (07:42) Von Zero-Shot zu Few-Shot: Prompting-Techniken für Lehrkräfte (13:45) Step-back, Chain of Thought & weitere Strategien (16:57) Anthropomorphisierung & kritischer Umgang mit KI (22:50) Blick in die Zukunft: KI-Agenten & automatisierte Prozesse 👤 Unser Gast Joscha Falck ist Mittelschullehrer, Schulentwicklungsmoderator für die Regierung von Mittelfranken, Mitglied im Innovationsteam Digitale Bildung, mehrfacher Buchautor und Blogger mit Schwerpunkt auf KI in Schule und Unterricht. 📖 Aus dem Podcast • Large Language Models rufen keine gespeicherten Antworten ab, sondern generieren jede Ausgabe Token für Token neu. • Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sind meist nicht problematisch – Bedeutungsfehler hingegen schon. • Prompting bedeutet nicht „richtig fragen“, sondern gezielt instruieren, ähnlich wie gute didaktische Planung. • Erwähnte Methoden des Promptings: Zero-Shot-Prompts umfassen nur eine knappe und direkte Aufgabe, liefern sehr allgemeinen Output. One-Shot- und Few-Shot-Prompts umfassen Beispiele, die mit eingegeben werden, durch welche deutlich präzisere Ergebnisse geliefert werden. Chain-of-Thought-Prompting verlangt vom Modell, Zwischenschritte transparent zu machen. Iteratives Prompting ist schrittweises Nachschärfen durch Rückfragen. Beim Self-Consistency Prompting lässt man das Modell mehrfach unabhängig dieselbe Aufgabe lösen und wählt anschließend die konsistenteste Antwort. Step-back Prompting hilft, Fehlinterpretationen zu vermeiden, indem zuerst der thematische Rahmen geklärt wird, wodurch das Modell in den Bedeutungsraum gelenkt wird, in dem es sich bewegen soll. • Weitere Prompting-Methoden (die auch kombiniert werden können): Role Prompting weist dem Modell eine Rolle zu. Context Prompting liefert zusätzliches Hintergrundwissen, z. B. Anhänge. Instruction Prompting umfasst explizite Arbeitsanweisungen. Constraint Prompting setzt Einschränkungen. • Beispiele, Kriterien und klare Zielvorgaben erhöhen die Qualität des Outputs erheblich. • Die Vermenschlichung von KI birgt Risiken und sollte – besonders im Unterricht – reflektiert thematisiert werden. • KI-Agenten könnten künftig ganze Arbeitsprozesse übernehmen, z. B. Recherche, Materialerstellung oder Organisation. • Prompting bleibt auch langfristig relevant – als Interaktions- und Steuerungskompetenz im Umgang mit KI. Die Episode wurde mehrere Monate vor ihrer Veröffentlichung aufgenommen. Inzwischen sind neuere Versionen der GPT-Modelle von OpenAI verfügbar. Über die Digitale Bildungsplattform SCHULE@BW steht den Schulen in BW der KI-Chatbot AIS.chat zur Verfügung. Bis Mai 2026 hieß AIS.chat noch telli; in den Episoden 1-6, die vor Mai 2026 aufgezeichnet wurden, wird AIS.chat daher noch telli genannt. Es handelt sich jedoch um die gleiche Funktionalität. 🔗 Weiterführende Links • Prompting verstehen von Joscha Falck ( https://joschafalck.de/prompting-verstehen/ ) • Dagstuhl-Dreieck ( https://dagstuhl.gi.de/dagstuhl-erklaerung ) 🏫 Richtlinien zur sicheren Nutzung von KI im Schulkontext Als Landeslösungen sind über SCHULE@BW aktuell verfügbar: AIS.chat und F13. Für die Arbeit mit Schülerinnen und Schüler können sowohl die Landeslösungen als auch zentral von der Schulleitung eingeführte und rechtlich und vertraglich gesicherte Lösungen genutzt werden. Personenbezogene Daten dürfen ausschließlich in Anwendungen verarbeitet werden, die dafür zugelassen sind. Weitere Anwendungen können zur Unterrichtsvorbereitung verwendet und im Unterricht gezeigt werden, sofern keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten eingegeben werden. Hier sollten Lehrkräfte sich jedoch immer ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Wenn euch diese Episode gefallen hat: 👉 Abonniert unseren Podcast ⭐️ Bewertet den Podcast 💌 Empfehlt uns weiter und teilt die Episode 📬 Oder schreibt uns eure Kritik, Fragen und Anregungen aller Art per E-Mail an podcast@zsl-bw.de Mehr vom ZSL und dem KI-Zentrum Schule Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) ist das Pädagogische Landesinstitut für Baden-Württemberg und verantwortet als Landesoberbehörde die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften, stellt für Schulen und Lehrkräfte weitere Unterstützungsangebote bereit und nimmt übergreifende Aufgaben wahr, wie die Erstellung von Bildungsplänen. Das KI-Zentrum Schule ist Teil des Referats Digitalisierung, Medienbildung und beschäftigt sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz und schulische Bildung. Es hat seinen Sitz am Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn und wurde in Kooperation mit der Dieter Schwarz Stiftung eingerichtet. Das KI-Zentrum Schule arbeitet eng mit verschiedenen Stakeholdern im Bereich Künstlicher Intelligenz, vor allem aus der Wissenschaft und Wirtschaft, zusammen. 💬 Schreibt „ start digital “ an den Threema -Channel *BC1WX37 🗞️ Abonniert unseren Newsletter 🔎 Schaut euch unsere Angebote Bildung in der digitalen Welt auf TaskCards an 🏫 Unsere KI-spezifischen Fortbildungsangebote findet ihr hier auf LFB-O. Datenschutzhinweise unter https://kultus-bw.de/datenverarbeitung oder postalisch auf Anfrage.