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Johannisbeeren – gesunde Sträucher dank Sommerschnitt

aus Ratgeber · 15.07.2026 · 5 Min.

Beschreibung

Johannisbeeren, «Meertrübeli» oder einfach «Trübeli» wachsen in vielen Gärten. Sie sind einfach zu kultivieren und bringen eine grosse Ernte für Kuchen, Desserts, Konfi oder Sirup. Was den Geschmack betrifft, gehen die Meinungen auseinander: Den einen sind sie zu sauer, andere lieben sie. Johannisbeeren wachsen am besten auf tiefgründigen, eher kalkarmen und humusreichen Böden. Sie können bis zu einer Meereshöhe von 1400 Metern angebaut werden. Die Sträucher werden im Verlaufe des Winters tief gepflanzt: Die Basis muss mit 5 cm Erde bedeckt sein, damit dort kräftige junge Triebe aus dem Wurzelstock wachsen können. Falls keine Jungtriebe aus der Basis wachsen, kann der Trübelistrauch mit 5–8 cm Erde überschüttet werden. Ein Sommerschnitt im Juli/August schützt vor Befall mit Graufäule. Da die Infektion mit ihr während des Winterhalbjahres auftritt und viele Triebe zum Absterben bringt, wird bevorzugt im Sommer nach der Ernte geschnitten. Bei heissem, trockenem Wetter mit dem Schnitt warten, damit die inneren Triebe und Blätter keinen Sonnenbrand bekommen. Der Strauch wird durch regelmässiges Herausnehmen der ältesten, 4–5 Jahre alten Triebe laufend zur Bildung von neuen, jungen und kräftigen Bodentrieben angeregt. Ein kräftiger Johannisbeerstrauch hat 8–12 Triebe. Erst ab dem 4. Standjahr werden die ältesten Triebe herausgeschnitten und kleine, dünne oder überzählige Jungtriebe werden entfernt. Zu alte, vergreiste Büsche tragen kleine, eher saure Beeren, und oft fallen die noch grünen Beeren ab.