
Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Holger Saarmann über Leben und Tod
aus Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod · 07.05.2026 · 22 Min.
Worum es geht
Holger Saarmann, ein in Berlin lebender Liedermacher, erzählt von seinem Werdegang, seinen musikalischen Einflüssen und seiner kreativen Arbeit, die er aus dem Leben heraus schöpft. Er spricht über seine späte Anfangszeit beim Songwriting, seine vielfältigen Instrumente und seine Engagements, unter anderem für den Nachlass von Christoph Stählin. Zudem reflektiert er über das Thema Tod, das in seinen Liedern und Gedanken eine bedeutende Rolle spielt, und teilt seine Vorstellungen vom Weiterbestehen des Bewusstseins sowie die Bedeutung der eigenen Reflexion im Angesicht des Endes. Seine Erzählungen sind geprägt von einer tiefen Auseinandersetzung mit Leben, Tod und dem Wunsch nach Bedeutung.
Beschreibung
„Ich habe in der Liedermacherei meine beiden kreativen Interessen zusammengeführt: Geschichten schreiben und Musik machen.“ sagt der 1971 in Hagen geborene und seit 2001 in Berlin lebende Holger Saarmann. Stilistisch ist der sich vornehmlich selbst auf der Konzertgitarre begleitende Musiker zu verorten in der Nachbarschaft von Gerhard Schöne, Angelo Branduardi und Christof Stählin, um dessen Nachlass er sich im Rahmen der Christof-Stählin-Gesellschaft, die er 2017 mitbegründet hat, intensiv kümmert. Saarmann ist studierter Musik- und Deutsch-Lehrer, hat allerdings nie wirklich als solcher an einer Regelschule gearbeitet. Pädagogisch ist er aber lange am „Klingenden Museum“ in Berlin tätig. Schaffenskrisen oder Schreibblockaden kennt er nicht und hält es da mit seinem Liedermacher-Kollegen Martin Miersch: „Ich schreib‘ was, wenn mir was einfällt.“ 😉 Nachdem Holger Saarmann im Juni 2025 zu Gast in meiner Radio-Sendung „Beste Lieder“ war, habe ich ihn nun im April 2026 in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg besucht. Hier bereitet er gerade intensiv seinen Auftritt bei der Veranstaltung „Zum Geburtstag von Burt Bacharach“ am 12. Mai 2026 um 20 Uhr im C*Space in Berlin-Weißensee (Langhansstraße 86) vor und gibt in dieser Podcast-Episode auch musikalische Kostproben davon. Zusammen mit Andreas Albrecht, mit dem er von 2014 bis 2024 im Berliner Zebrano-Theater die monatliche Kleinkunstreihe „Geschmacksverstärker“ gestaltete, gratuliert er mit Liedern (beispielsweise dem Bacharach-Hit „Raindrops keep falling on my head“) Geschichten und Raritäten. Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, haben wir bei unserem Treffen natürlich auch über den Tod gesprochen. Holger erzählt davon, wie es war, nachdem 2014 seine Mutter gestorben war und er anlässlich dessen in seinem Song „Gestern ist auch noch ein Tag“ dieses Ereignis verarbeitet hat. „Der Tod ist ein ewiges Mysterium.“ betont Holger Saarmann und kann sich durchaus vorstellen, dass danach noch etwas kommt. „Vielleicht spielen Distanzen und Zeit dann im Universum keine Rolle mehr.“ Er finde es „… inspirierend, sich vorzustellen, dass es in irgendeiner Form weitergeht. Wenn ich als Mensch wiedergeboren werde, dann möchte ich die Frauenseite kennenlernen.“ Seine eigene „Rede meines Lebens“ zu schreiben ist für ihn gut vorstellbar. Viel Spaß beim Hören der 158. Episode von „Schwarz hören“ mit Holger Saarmann.
Themen
- Liedermacher und musikalische Entwicklung
- Künstlerisches Schaffen und Nachlassverwaltung
- Persönlichkeitsentwicklung und Lebensreflexion
- Einfluss und Bedeutung von Christoph Stählin
- Musik und gesellschaftliche Themen