
190. Wie geht es der deutschen Wirtschaft 2026 wirklich? SAP-Vorstand und Investorin im Klartext-Panel
aus REZA Mehman Podcast · 18.05.2026 · 28 Min.
Worum es geht
Die Podcast-Episode analysiert die wirtschaftliche Situation Deutschlands im Jahr 2026, geprägt von sechs Jahren ohne echtes Wachstum und globalen Konflikten. Thomas Saueressig von SAP hebt hervor, dass die Welt in einer neuen, unsicheren Ära lebt, in der geopolitische Spannungen, technologische Innovationen wie KI und regulatorische Herausforderungen die Wirtschaft stark beeinflussen. Es wird betont, dass Deutschland sein Geschäftsmodell anpassen, auf regionale Innovationen setzen und die Zusammenarbeit zwischen Startups und Großunternehmen stärken muss. Zudem wird die Bedeutung eines positiven Mindsets, der Ausbau regionaler Ökosysteme und die Notwendigkeit, die eigenen Stärken zu erkennen, hervorgehoben, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Beschreibung
Sechs Jahre kein echtes Wirtschaftswachstum. 66 parallele Kriege weltweit. 27 souveräne Cloud-Anfragen in Europa – statt einer. Wenn Thomas Saueressig, Vorstandsmitglied der SAP, in dieses Panel kommt, dann mit Zahlen, die unbequem sind. In dieser Folge moderiere ich beim Dinner im Schloss 2026 auf dem Heidelberger Schloss ein Panel zu Politik, Wirtschaft und der Frage, wo Deutschland gerade wirklich steht. Mit dabei: Thomas Saueressig (Vorstand SAP) Christine Rittner (ehem. Lidl-Vorstand, heute Investorin & Aufsichtsrätin) Aline Moser (Referentin des Heidelberger Oberbürgermeisters, verantwortlich für Innovation) Wir sprechen über das, was in Davos diskutiert wurde, über den Zustand des Geschäftsmodells Deutschland, über die SaaS-Apokalypse-Debatte rund um KI, über die brutale Kapital-Lücke zwischen US- und deutschen Startups (10 Mrd. vs. 180+ Mrd.) – und über die regionale Antwort darauf: die Sunny-Valley-Initiative aus Heidelberg. Was du mitnimmst: einen ehrlichen Blick auf Standort, Regulatorik, KI-Souveränität und die Frage, wo Deutschland sich selbst im Weg steht – und wo nicht. Shownotes 00:00 – Davos 2026: Was Thomas Saueressig aus dem Weltwirtschaftsforum mitgenommen hat 02:26 – „Geschäftsmodell Deutschland muss sich ändern" – warum Kompromisse nicht reichen 04:38 – Startup-Kapital: Warum Deutschland mit 10 Mrd. gegen 180 Mrd. aus den USA antritt 07:43 – Aline Moser: Wie Heidelberg als „Sandbox City" Innovation lokal ermöglicht 11:01 – Was SAP von der EU braucht: 18 Datenschützer, 27 Clouds – und ein echter Binnenmarkt 14:03 – KI und die „SaaS-Apokalypse": Warum SAP Künstliche Intelligenz als Beschleuniger sieht 16:21 – Sunny Valley: Wie eine Region zur internationalen Startup-Schmiede werden will Highlights „Wir leben nicht in uncertain Times – es ist extrem certain. Wir wissen, dass die Welt sich geändert hat." – Thomas Saueressig (SAP) zur neuen geopolitischen Lage „Wir haben seit sechs Jahren einen wirtschaftlichen Decline in Deutschland. Das ist erstmal ein Fakt." – Saueressig zur Wachstumsprognose der Bundesregierung „In Deutschland investieren wir rund 10 Milliarden in Startups. In den USA sind es 180 bis 220 Milliarden. Das ist eine ganz andere Liga." – Christine Rittner zur Kapital-Lücke „Ich habe 27 Anfragen für souveräne Clouds in Europa. Wie soll das Scale werden, wenn ich es 27 Mal teile?" – Saueressig zum europäischen Binnenmarkt „Wir machen uns in Deutschland manchmal zu klein für die Capabilities, die wir haben." – Saueressig zum Appell an mehr Selbstbewusstsein Frage: Wie geht es der deutschen Wirtschaft 2026? Antwort: Laut SAP-Vorstand Thomas Saueressig befindet sich Deutschland seit sechs Jahren in einem wirtschaftlichen Decline. Die offizielle Wachstumsprognose von 0,5 % wird laut Panel maßgeblich durch zwei Feiertage und staatliche Investitionen erklärt – das organische Wachstum tendiert gegen Null. Frage: Was sagt SAP zur sogenannten SaaS-Apokalypse durch KI? Antwort: SAP sieht KI nicht als Bedrohung, sondern als Beschleuniger. Da hochwertige KI-Anwendungen Businessdaten und Prozesskontext benötigen – beides liegt in SAP-Systemen – erwartet das Unternehmen, dass KI die eigene Position langfristig stärkt. Frage: Wie viel Risikokapital fließt in deutsche Startups im Vergleich zu den USA? Antwort: In Deutschland werden laut Panel etwa 8 bis 10 Milliarden Euro in Startups investiert, in den USA rund 180 bis 220 Milliarden. Die Skalierungsphase verlagert sich deshalb häufig in die USA. Frage: Was ist die Sunny-Valley-Initiative in Heidelberg? Antwort: Sunny Valley ist eine regionale Startup-Initiative aus dem Raum Heidelberg/Metropolregion Rhein-Neckar mit dem Ziel, ein internationales Startup-Ökosystem mit perspektivisch rund 200 Startups aufzubauen – getragen von Stadt, Wirtschaft, Wissenschaft und Investoren. Frage: Warum kritisiert SAP die EU-Regulatorik? Antwort: SAP-Vorstand Saueressig nennt unter anderem 18 verschiedene Datenschutzbeauftragte in Deutschland, sich überlappende Regelwer
Themen
- Wirtschaftliche Lage Deutschlands 2026
- Auswirkungen geopolitischer Konflikte auf die Wirtschaft
- Künstliche Intelligenz und technologische Innovationen
- Start-up Ökosystem und regionale Wirtschaftsentwicklung
- Regulatorik und digitale Souveränität in Europa