
Social Media verbieten? Verboten! (Dirk von Gehlen)
aus Klüger als gestern · 09.09.2026 · 72 Min.
Worum es geht
In dem Gespräch mit Ali Hackalife erläutert Dirk von Gehlen, dass ein generelles Verbot von Social Media nicht die Probleme löst, vor denen Kinder und Jugendliche geschützt werden sollen, sondern diese nur verschiebt. Er spricht sich für eine altersgemäße Regulierung aus, die jedoch nicht vom Staat durchgesetzt werden sollte, da dies eine Zensurinfrastruktur schaffen könnte. Stattdessen betont er die Bedeutung von Medienkompetenz und der aktiven Begleitung junger Menschen im Umgang mit digitalen Medien. Zudem diskutieren sie die Machtkonzentration großer Plattformen wie Meta und die Notwendigkeit von Interoperabilität und offenen Alternativen wie dem Fediverse. Das Gespräch unterstreicht die Wichtigkeit von digitaler Teilhabe und aktiver Gestaltung der Netzkultur als politische und gesellschaftliche Teilhabe.
Beschreibung
Löst ein Social-Media-Verbot wirklich die Probleme, vor denen wir Kinder und Jugendliche schützen wollen – oder verschiebt es sie nur? Dirk von Gehlen argumentiert in seinem Buch gegen die gängigen Argumente für Social-Media-Verbote und plädiert für digitale Demokratie und Medienkompetenz. Der Journalist und Autor, im Hauptberuf Director Think Tank am SZ-Institut, ordnet die Debatte im Gespräch mit Ali Hackalife dabei sachlich ein. Du erfährst, warum Medienkompetenz der bessere Schutz ist und wie ein gesunder Umgang mit digitalen Medien gelingen kann. Themen der Folge Warum ein staatliches Verbot eine Altersverifikation für alle bräuchte Wie Social-Media-Mechanismen wirklich binden Welche digitale Welt wollen wir eigentlich bauen? Schutz, Teilhabe und Befähigung nach der UN-Kinderrechtskonvention Medienkompetenz als gesellschaftliche Aufgabe für alle Generationen Alternativen zu Big Tech: Fediverse, Interoperabilität und das Prinzip der Enshittification Das Social-Media-Menü: bewusster Umgang mit unserer »geistigen Nahrung« Vom Konsumenten zum Creator – aktive Teilhabe und Netzkultur Über den Gast Dirk von Gehlen ist Autor und Journalist in München. Im Hauptberuf arbeitet er als Director Think Tank am SZ-Institut der Süddeutschen Zeitung in München. In seinen bisherigen Veröffentlichungen befasste er sich vor allem mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Gesellschaft. Bei Rheinwerk ist zuletzt die Anleitung zum Unkreativsein erschienen. Das Buch zur Folge In Social Media verbieten? Verboten! zeigt Dirk von Gehlen, warum das Rufen nach einem Verbot zu kurz greift und wo konstruktive Lösungen beginnen: nicht bei der Drangsalierung der Kinder, sondern bei den Big-Tech-Unternehmen, denen wir die digitalen Ökosysteme bisher überlassen haben. Mit der Metapher der Zuckerwatte und einem konkreten Zehn-Punkte-Plan plädiert er für einen selbstbestimmten, reflektierten Umgang mit digitalen Medien – ergänzt um Interviews mit Fachleuten aus Medienpädagogik, Digitalpolitik und Zivilgesellschaft. Links Seite zum Buch Das tl;dr aus dem Buch Online-Kurs: Ein Abend mit Dirk von Gehlen Dirk von Gehlen – Digitale Notizen Ali Hackalife: Auch-interessant.de Credits Sound im Intro/Outro: Artlist, Yael Heim, Two Majestic Piano Notes, C (Melodic Logos) Stimme im Intro/Outro: Leni Bohrmann Du hast Lust, noch mehr Neues zu lernen? In unseren Newslettern versorgen wir dich regelmäßig mit nützlichen Inhalten aus unseren Büchern und Wissensbeiträgen unserer Expert*innen. Aber natürlich auch mit Informationen rund um Neuerscheinungen, Buchempfehlungen, Rabatt-Aktionen, Events und vielem mehr. Melde dich jetzt an!
Themen
- Social-Media-Verbote und Regulierung
- Medienkompetenz und digitale Demokratie
- Jugendschutz und Altersverifikation
- Alternativen zu großen Social-Media-Plattformen
- Netzkultur und aktive digitale Teilhabe
„Ich bin sehr stark dafür, dass man auch Kinder und Jugendliche sehr eng begleitet und sehr stark im Dialog ist, was sie da machen und warum sie da sind. Aber ich bin sehr stark dagegen, dass der Staat da einsteigt.“