
#113 - Wer erbt den Macronismus? | Machtkampf um den Élysée Folge 2
aus Franko-viel - Der Frankreich-Podcast · 25.09.2026 · 56 Min.
Worum es geht
In dieser Episode analysieren Andreas Noll und Jakob Ross die politische Landschaft Frankreichs im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2024. Im Fokus stehen die potenziellen Nachfolger Emmanuel Macrons, Gabriel Attal und Édouard Philippe, die vor dem Dilemma stehen, sich einerseits von Macron abzugrenzen, andererseits aber auch sein Erbe fortzuführen. Attal setzt dabei auf die Vision der Vereinigten Staaten von Europa, während Philippe eher eine Mitte-rechts-Position einnimmt. Die Diskussion beleuchtet auch die Herausforderungen, die sich aus der fragmentierten Parteienlandschaft und der Notwendigkeit von Koalitionen ergeben. Abschließend wird erörtert, welche politischen Kräfte von einem Scheitern des Macronismus profitieren könnten.
Beschreibung
Sie wollen Macron beerben - und sich zugleich von ihm lösen. Gabriel Attal und Édouard Philippe stehen vor einem Dilemma: Wie verspricht man einen Neuanfang, wenn man die bisherige Politik selbst mitgestaltet hat? Andreas Noll und Frankreich-Experte Jacob Ross von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik fragen, was vom Macronismus bleiben kann: seine europäische Idee, das Versprechen einer Politik jenseits von links und rechts oder vor allem Wähler, Parteistrukturen und Regierungspersonal. Warum setzt Attal auf die Vereinigten Staaten von Europa? Wie weit rückt Philippe nach rechts? Und welche Rolle spielt Macron selbst im Streit um seine Nachfolge? Im Élysée-Radar geht es um Bruno Retailleaus Rentenpläne und Jean-Luc Mélenchons Vorstoß gegen hohe Spritpreise. Außerdem: Warum Frankreich so viele Präsidentschaftsbewerber hervorbringt – und weshalb es sich lohnt, schon jetzt genauer hinzuschauen.
Themen
- Nachfolge des Macronismus
- Französische Präsidentschaftswahl 2024
- Politische Positionen von Gabriel Attal und Édouard Philippe
- Europäische Integration und Vereinigte Staaten von Europa
- Parteistrukturen und politische Koalitionen in Frankreich
„Die Zeit für die Vereinigten Staaten von Europa ist jetzt gekommen.“