
besamex Gesundheits-Podcast – Reizdarm
aus besamex Gesundheits-Podcast · 15.02.2022 · 8 Min.
Beschreibung
Der Reizdarm oder das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Störung zwischen vegetativem Nervensystem und der Darmmuskulatur. Unter den Magen-Darm-Erkrankungen ist der Reizdarm die am häufigsten gestellte Diagnose. Frauen sind davon doppelt so oft betroffen wie Männer. Die typischen und häufigsten Symptome sind: Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Durchfall und Verstopfung im Wechsel, häufiger Stuhldrang (manchmal mit dem Gefühl der unvollständigen Entleerung), Blähungen oder Druck- und Völlegefühl, vor allem nach dem Essen. Die möglichen Ursachen können sein eine gestörte Barrierefunktion der Darmwand, eine gestörte Darmtätigkeit, eine erhöhte Immunaktivität in der Darmwand oder auch eine verstärkte Schmerzwahrnehmung. Der Bauchschmerz muss sich nicht auf den Darm beschränken, Erkrankte können auch Magenprobleme haben, was dann – um im Bild zu bleiben – der Reizmagen wäre. Ein bestimmter Auslöser für die Verdauungsbeschwerden wird in den meisten Fällen nicht ausgemacht. Die Diagnose „Reizdarmsyndrom“ wird in der Regel erst ausgesprochen, wenn andere Beschwerden wie etwa chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgeschlossen werden und die Symptome länger als drei Monate andauern. Aber nicht alles ist gleich ein Reizdarm, dagegen sprechen beispielsweise diese Symptome: Nächtlicher Durchfall, Blut im Stuhl, Fieber oder Gewichtsverlust. Ein weiterer Nebeneffekt des Reizdarmsyndroms sind psychische Belastungen, die auf Grund der Magenschmerzen oder ständigen Unwohlseins entstehen können. Da der Diagnose eine Reihe an Voruntersuchungen und Ausschluss von anderen Krankheiten vorausgehen, sind diese Untersuchungs-Erkenntnisse gleichzeitig die Grundlage von individuellen Behandlungskonzepten, die vom jeweiligen Arzt oder Ärztin entsprechend ausgearbeitet werden. Das reicht von Medikamenten über pflanzliche Mittel, Homöopathika, Probiotika, kann eine Ernährungsumstellung mit sich bringen oder Maßnahmen zur Stressreduktion bedeuten.