.png)
PSD 359 MENSCHEN SIND KEINE KAFFEEMASCHINEN – Sie funktionieren nicht auf Knopfdruck. Das gleiche gilt für Teams und Organisationen. Dennoch können wir oft den Gedanken nicht ablegen, dass es so wäre. Warum nur?
aus Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen · 14.09.2026 · 18 Min.
Beschreibung
Wir drücken einen Knopf und die Kaffeemaschine liefert Kaffee. Wir betätigen einen Schalter und das Licht geht an. Ursache und Wirkung – dieses Denken funktioniert in unserem Alltag so zuverlässig, dass wir es tief verinnerlicht haben. Und dann wenden wir dieselbe Logik auf Menschen, Teams und Organisationen an. Wir setzen einen Impuls und erwarten eine bestimmte Reaktion. Wir verändern etwas und rechnen mit einer vorhersehbaren Wirkung. Nur: Menschen sind keine Kaffeemaschinen. Heinz von Foerster unterscheidet deshalb zwischen trivialen und nicht-trivialen Maschinen. Die einen reagieren berechenbar, die anderen verändern fortlaufend ihren inneren Zustand. In dieser Episode gehe ich der Frage nach, warum uns das kausale Denken trotzdem so schwer loslässt und was an seine Stelle treten kann. Statt nach eindeutigen Ursachen zu suchen, können wir Muster und Zirkularitäten beobachten und mit Hypothesen arbeiten. Vielleicht beginnt systemisches Denken genau mit dieser Unterscheidung: Wann habe ich es mit einer Kaffeemaschine zu tun – und wann eher nicht?