
Boulderkirche
aus Radio Bistum Würzburg · 23.04.2026 · 4 Min.
Worum es geht
Die Kirche St. Andreas in Würzburg, eine Betorgkirche aus den 1960er Jahren, soll ab 2027 in eine Boulderhalle umgewandelt werden, um eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Aufgrund hoher Unterhaltskosten und fehlender Zuschüsse ist die Kirche vom Bistum Würzburg in die Kategorie E eingestuft und steht vor dem Aus für den religiösen Zweck. Die geplante Boulderhalle, die bereits in anderen Teilen Deutschlands existiert, soll neben Kletterwänden auch ein Bistro und ein Yoga-Studio bieten. Für die Gläubigen ändert sich durch die Umnutzung wenig, da Gottesdienste weiterhin in benachbarten Gemeinden stattfinden. Das Projekt gilt als innovatives Leuchturmprojekt für die kreative und nachhaltige Nutzung ehemaliger Kirchengebäude, wobei die Kirche profaniert und die Reliquien entfernt werden, bevor die Umwandlung erfolgt.
Beschreibung
Immer wieder müssen mittlerweile Kirchen aufgegeben werden - weil Gemeinden sie nicht mehr unterhalten können. Dann ist die Frage, was damit passiert. In Würzburg soll es ab Sommer 2027 die erste Boulderkirche Bayerns geben. Also eine Halle, in der ohne Seil und Gurt geklettert werden kann. Anna-Lena Ils war vor Ort bei einer Pressekonferenz dabei.
Themen
- Umnutzung von Kirchen
- Boulderkirchen in Deutschland
- Kulturelle und religiöse Gebäude
- Innovative Nutzung alter Kirchen