
Junge Menschen in Polen im Spannungsverhältnis zwischen Europa und der Nation
aus L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung · 01.08.2026 · 41 Min.
Beschreibung
Die Polarisierung europäischer Gesellschaften zeigt sich am Beispiel der politischen Ansichten junger Menschen in Polen besonders deutlich. Im Wahlverhalten oder in ihren Ansichten zu den gesellschaftlichen Streitthemen der Gegenwart liegen junge Menschen weit auseinander. Darüber hinaus sind sie politisiert und haben beispielsweise in den letzten Jahren verstärkt an Protesten teilgenommen. In diesem Vortrag wird das Spannungsverhältnis innerhalb der jungen Generation ausgeleuchtet, in ihrer Ausrichtung nach Europa und der Nation und in Bezug gesetzt zu den gesellschaftlichen Auswirkungen. Félix Krawatzek ist Politikwissenschaftler und leitet seit 2018 den Forschungsschwerpunkt Jugend und generationeller Wandel am ZOiS. Er ist ebenfalls Associate Editor des Journals Communist and Post-Communist Studies sowie Ko-Sprecher der Fachgruppe Politik- und Sozialwissenschaften der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO). Seit September 2022 leitet er das ERC-finanzierte Projekt Moving Russia(ns): Intergenerational Transmission of Memories Abroad and at Home (MoveMeRU). Félix Krawatzeks Forschungsschwerpunkte sind die vergleichende Analyse der Politik in Ost- und Westeuropa. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Rolle der Jugend, der Bedeutung von historischer Repräsentation in politischen Prozessen sowie Fragen der Migration und des Transnationalismus. Bevor er ans ZOiS kam, forschte Félix Krawatzek als British Academy Postdoktorand an der University of Oxford (Department of Politics and International Relations), wo er ebenfalls promovierte. Die Veranstaltung fand am 28. April 2026 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt.