
Russlands Bruch mit Europa: Gibt es einen Weg zurück? | Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll
aus Politik auf den Punkt gebracht. · 14.09.2026 · 26 Min.
Worum es geht
Russland war seit der Christianisierung im 10. Jahrhundert Teil Europas, doch die mongolische Herrschaft im 13. Jahrhundert führte zu einer Abkapselung von westlichen Entwicklungen wie Humanismus und Rechtsstaatlichkeit. Mehrere Versuche der Europäisierung, etwa unter Peter dem Großen und im 19. Jahrhundert, scheiterten aufgrund fehlender gesellschaftlicher Voraussetzungen und politischer Rückschläge. Prof. Kroll beschreibt Putins Politik als geprägt von historischen Fiktionen und Phantomschmerzen über das verlorene Imperium, wobei es ihm vor allem um die Rückholung ehemals russischer Gebiete geht, nicht um eine Neuordnung Europas. Die aktuelle Situation ist durch eine tiefe Entfremdung und einen Bruch gekennzeichnet, der auch nach einem möglichen Regierungswechsel in Russland schwer zu überwinden sein wird. Kroll zeigt sich pessimistisch, dass sich die Beziehungen bald normalisieren lassen.
Beschreibung
Russland und Europa verbindet eine jahrhundertelange Geschichte – doch der Krieg gegen die Ukraine hat die Entfremdung dramatisch verschärft. Historiker Frank-Lothar Kroll erklärt, warum Russlands Europäisierung immer wieder scheiterte, welche historischen Vorstellungen Putins Politik prägen und weshalb er von einem tiefen Bruch mit Europa ausgeht.
Themen
- Russlands historische Beziehung zu Europa
- Europäisierung Russlands und ihre Scheitern
- Putins Politik und historische Vorstellungen
- Aktuelle Entfremdung zwischen Russland und Europa
- Zukunftsperspektiven der russisch-europäischen Beziehungen
„Russland hat uns zu seinen Feinden gemacht.“