
War früher alles besser? (mit Paul Lendvai)
aus Recht politisch · 06.05.2026 · 42 Min.
Worum es geht
Das Gespräch mit Paul Lendvai, einem erfahrenen Journalisten und Historiker, behandelt die Entwicklung der Weltpolitik seit seiner Jugend, insbesondere die Veränderungen nach dem Kalten Krieg und die aktuellen Herausforderungen wie Nationalismus, Populismus und die Stabilität demokratischer Systeme. Lendvai spricht über die Bedeutung der persönlichen Identität, die er durch seine vielfältigen kulturellen und nationalen Zugehörigkeiten erlebt hat, sowie über die historische Verarbeitung von Vergangenheit, etwa in Österreich und Ungarn. Er warnt vor den Gefahren des Kurzzeitgedächtnisses in der Gesellschaft, das politische Fehlentscheidungen begünstigen kann, und betont die Notwendigkeit, die Errungenschaften der liberalen Demokratie zu schützen und zu bewahren. Zudem reflektiert er über die Stabilität des Kalten Krieges und die Risiken eines Nuklearkriegs, wobei er auf die Bedeutung rationaler Überlegungen in der internationalen Politik hinweist.
Beschreibung
Paul Lendvai ist 96 Jahre alt, hat den Ungarischen Volksaufstand 1956 als Journalist direkt vor Ort erlebt und ist seit Jahrzehnten ein gefragter politischer Beobachter und Kommentator. Mit ihm kann man über alles reden: Trump, Orban, Xi Jinping, den Kalten Krieg, den Nationalsozialismus, Kurt Waldheim und Österreichs Vergangenheitsbewältigung, die Angst vor einem Atomkrieg, das Ende der Sowjetunion als "geopolitische Katastrophe" (Zitat Putin), Nostalgie, den Aufstieg des Rechtsextremismus, Demokratie, Antisemitismus, Israel und Netanjahu, den Hang zum "starken Mann" und vieles mehr. Grund genug, das auch zu tun.
Themen
- Historische Entwicklungen in Europa
- Politische Persönlichkeiten und Identität
- Internationale Sicherheit und Krieg
- Vergangenheit und Nostalgie in Europa