
Multiple Sklerose – mehr Lebensqualität durch moderne Behandlung
aus Kliniksprechstunde · 12.04.2026 · 18 Min.
Worum es geht
Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die bei rund 280.000 Menschen in Deutschland auftritt. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr und kann verschiedene Symptome wie Kribbeln, Lähmungen, Sehstörungen und kognitive Probleme verursachen. MS verläuft individuell, mit schubförmigen oder schleichenden Verläufen. Die Behandlung von Schüben kann eine kurzfristige Cortisonbehandlung umfassen. Langfristig zielt die Therapie darauf ab, Schübe zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Rehabilitation spielt eine wichtige Rolle, um Patienten bei der Bewältigung von Symptomen im Alltag und Beruf zu unterstützen.
Beschreibung
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sehr unterschiedlich verlaufen kann. In Deutschland leben rund 280.000 Menschen mit dieser Diagnose, Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung beginnt meist im jungen Erwachsenenalter, häufig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Typische Beschwerden reichen von Sehstörungen und Sensibilitätsstörungen bis zu Gangunsicherheit oder ausgeprägter Fatigue. Eine frühzeitige Diagnostik und individuell abgestimmte Therapie sind entscheidend, um Krankheitsaktivität zu kontrollieren und die Lebensqualität langfristig zu erhalten. Im Gespräch mit Moderatorin Kirsten Kahler erläutert Patricia Hilbrig wie Multiple Sklerose erkannt wird und welche modernen Behandlungsstrategien heute zur Verfügung stehen. Sie spricht ausführlich über den Verlauf der Erkrankung und die Bedeutung von Schüben. Dabei erklärt sie sowohl Möglichkeiten der Akutbehandlung eines MS-Schubs, um entzündliche Aktivität rasch zu reduzieren, als auch perspektivische Therapiestrategien, die langfristig auf die Krankheitsentwicklung einwirken sollen. Darüber hinaus geht es um aktuelle medikamentöse Therapien sowie alltagsrelevante Themen wie Familienplanung und Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft gilt bei Multipler Sklerose in der Regel nicht automatisch als Risikoschwangerschaft, sollte jedoch individuell neurologisch und gynäkologisch begleitet werden. Am Ende des Gesprächs wird auch die Rolle neurologischer Rehabilitationsmaßnahmen angesprochen, die helfen können, Funktionsverluste zu kompensieren und die Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern.
Themen
- Multiple Sklerose
- Symptome
- Behandlungsmöglichkeiten