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WEITGEDACHT mit Dr. Friedegard Föltz

aus WEITGEDACHT | Theologie. Gesellschaft. Hoffnung. · 02.09.2026 · 30 Min.

Beschreibung

Für Friedegard Föltz ist Vielfalt nicht nur etwas, das eine moderne Gesellschaft aushalten muss. Vielfalt ist Realität – und sie ist eine Voraussetzung dafür, dass Entwicklung überhaupt möglich wird. In dieser Folge von WEITGEDACHT sprechen wir mit Friedegard Föltz über Vielfalt, Menschenrechte und Inklusion. Darüber, was eine Gesellschaft zusammenhält, wenn Menschen sich in Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Bildungswegen, Erfahrungen und Lebensentwürfen unterscheiden. Und darüber, warum es gerade deshalb Regeln braucht – Regeln, die miteinander ausgehandelt und immer wieder neu diskutiert werden müssen. Ein zentraler Maßstab sind für sie die Menschenrechte: das Recht auf Leben und Bildung, auf Gleichbehandlung und Schutz. Dahinter steht ein ebenso einfacher wie grundlegender Gedanke: Es gibt keinen Menschen zweiter Klasse. Wie persönlich diese Fragen werden können, erzählt Friedegard Föltz auch anhand ihrer eigenen Biografie. Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie drei Kinder mit kognitiven Einschränkungen als Pflegekinder aufgenommen. Ihre Erfahrungen prägen ihren Blick auf eine Gesellschaft, in der Inklusion zwar viel besprochen wird, im Alltag aber noch längst nicht selbstverständlich ist. „Inklusion ist das Recht, da zu sein“, sagt sie. Es geht um barrierefreie Zugänge zu Bildung und Kultur, um einfache Sprache und Strukturen, die Teilhabe ermöglichen. Aber auch um eine persönliche Haltung: zuzuhören, Menschen anzunehmen und sich zu fragen, wo man selbst dazu beitragen kann, Barrieren abzubauen. Wir sprechen darüber, warum Inklusion nicht zum Nulltarif zu haben ist – wir als Gesellschaft aber alle von ihr profitieren können. Über soziale Kompetenzen, die wir lernen müssen. Über Dialog als Voraussetzung für gegenseitiges Verstehen. Und über den Versuch, nicht immer nur in einem „Entweder-oder“ zu denken, sondern viel öfter in einem „Sowohl-als-auch“. Eine Folge über die Frage, wie wir miteinander leben wollen – in einer Gesellschaft, deren Vielfalt längst Realität ist.