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... und noch mehr Schwindel aus dem Rathaus - kommentiert von Prof. Stefan Hockertz

aus Radio München · 24.09.2026 · 18 Min.

Beschreibung

O'gspritzt is – soll es nach dem Willen der Stadt München heißen, weil so viele Menschen wie möglich vor oder während der Wies'n das Angebot der Kampagne „München impft“ wahrnehmen sollen. Die Spritzen – so bewirbt die Kampagne stadtweit – werden das Immunsystem sofort, also während des Oktoberfestbesuchs noch und in den folgenden zwei Wochen dazu bringen, sich gegen Covid-, RSV- und Influenza-Viren zu wappnen. Es ist eine medizinische Intervention, die der Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz auf einem Volksfest schwerlich verorten kann. Wir sprachen mit ihm bereits am Dienstag über diese neue Form medizinischen Verständnisses und haben versprochen, die später eingetrudelten Antworten des Gesundheitsreferates auf unsere Fragen dazu nachzureichen. Davon und von einer Suche nach Hintergründen für eine solche Kampagne handelt dieser Beitrag. Die Antworten der Pressestelle des Referats für Gesundheit und Umwelt vom Dienstag,den 22.9.2026 hier in schriftlicher Form: Frage: Die Impfaktion auf der Wies'n, so hieß es in der tz, fand sofort Zuspruch: Wie viele Personen ließen sich bislang impfen? Antwort: Bis gestern Abend wurden bereits ca. 110 Impfungen verabreicht. Frage: Wie funktioniert das mit der Anamnese, also der Befragung zum Gesundheitszustand des Impfwilligen? Der muss ja ordentlich Zeit mitbringen ... Antwort: Wie bei allen Impfungen, werden die notwendigen Angaben zum Gesundheitszustand zuvor erhoben. Frage: Wie lange müssen die Patienten nach den Impfungen im Impfzelt bleiben? Antwort: Die Impfungen sind allgemein sehr gut verträglich. Eine Überwachung nach der Impfung ist regelhaft nicht erforderlich. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, sind mehrere Ärzt*innen im Dienst und können unmittelbar und professionell medizinisch erforderliche Maßnahmen ergreifen. Frage: Eine regelgerechte Aufklärung über die Impfung dauert zusätzlich noch lang, bevor jemand seine informierte Zustimmung geben kann, die der Arzt ja benötigt, um sich nicht der Körperverletzung strafbar zu machen. Viele Wiesn'-Besucher kommen „vorgeglüht“, können also gar keine informierte Zustimmung geben … Wie wird diese Situation gehandhabt? Antwort: Es handelt sich um ein freiwilliges Impfangebot, welches nach den Impfempfehlungen der StiKO erfolgt. Dieses richtet sich neben der allgemeinen Bevölkerung besonders auch an die auf der Wiesn Beschäftigten. Die Impfungen erfolgen von 10-14 Uhr, sodass diese regelhaft vor dem Besuch der Bierzelte erfolgen können. Im Rahmen der qualifizierten medizinischen Impfaufklärung erfolgt auch eine Beurteilung der Aufklärungsfähigkeit. Das Angebot wird bisher sehr gut angenommen. Frage: Nach einer Impfung muss der Hinweis gegeben werden, dass danach kein Alkohol getrunken werden darf. Das ist auf der Wies'n ja eher ein Witz. Wie gehen die Ärzte damit um? Antwort: Die im Volksmund bekannte Verhaltensweise, dass nach Impfungen gar kein Alkohol getrunken werden darf, ist wissenschaftlich nicht belegt, selbstverständlich wird mit den Patient*innen über ein verantwortungsvolles Verhalten nach der Impfung gesprochen. Frage: Darf Frau Zurek als Nicht-Ärztin oder Nicht-Apothekerin nach dem Heilmittelwerbegesetz für ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und für eine medizinische Intervention werben? Antwort: Bei dem Projekt handelt es sich um eine Disease-Awareness-Kampagne in Kooperation mit dem Klinikum der TUM und der LMU, mit der die Bevölkerung zielgruppenspezifisch über die Bedeutung von Schutzimpfungen informiert wird. Damit erfüllt das Gesundheitsamt seinen gesetzlichen Präventionsauftrag. Eine Werbung für spezifische Arzneimittel oder Arzneimittelprodukte findet explizit nicht statt. www.radiomuenchen.net/​ @radiomuenchen www.facebook.com/radiomuenchen www.instagram.com/radio_muenchen/ twitter.com/RadioMuenchen https://odysee.com/@RadioMuenchen.net:9 https://rumble.com/user/RadioMunchen Radio München ist eine gemeinnützige Unternehmung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen.