
Münchhausen-Stellvertretersyndrom: Mutter aus Büren macht ihre Kinder krank
aus OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen · 30.04.2026 · 26 Min.
Worum es geht
In dieser Episode wird das Münchhausen-Stellvertretersyndrom anhand eines konkreten Falls aus Büren erläutert, bei dem eine Mutter ihre Kinder durch erfundene Krankheiten und unnötige medizinische Eingriffe krank macht, um Aufmerksamkeit und Mitgefühl zu erlangen. Die Kinder leiden unter schweren, erfundenen Symptomen, die die Mutter gezielt herbeiführt, was zu zahlreichen Krankenhausaufenthalten und Operationen führt. Experten erklären die psychischen Hintergründe, die häufig bei den Betroffenen vorliegen, sowie die Herausforderungen bei der Erkennung und Behandlung dieser seltenen Störung. Der Fall endet mit einer Verurteilung der Mutter wegen gefährlicher Körperverletzung, wobei die psychische Erkrankung als schwer behandelbar eingeschätzt wird.
Beschreibung
Merle ist gerade acht Monate alt, als ihre Mutter Susanna M. mit ihr zum Arzt geht – wegen angeblicher Verstopfungen. Nichts scheint zu helfen. Schließlich bekommt das kleine Mädchen sogar einen künstlichen Darmausgang. Auch Merles Schwester Antonie gilt als schwer krank und erhält eine Magensonde. Als die Mutter für das Baby auch noch einen Zugang zur Luftröhre fordert, wird ein Kinderarzt misstrauisch. Die erschreckende Erkenntnis: Die Mädchen waren nie wirklich krank. Was bringt eine Mutter dazu, ihren Kindern schwere medizinische Eingriffe zuzumuten – und warum bleibt der wahre Grund dafür oft lange unentdeckt?
Themen
- Münchhausen-Stellvertretersyndrom bei Eltern
- Kindesmisshandlung durch medizinische Täuschung
- Rechtliche Konsequenzen und Gerichtsverfahren bei Missbrauch
- Psychische Störungen bei Eltern und Behandlungsmöglichkeiten