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DDCAST 256 - Konstantin Grcic "Unsere Zeit eröffnet viele Spielräume"

aus DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur · 10.09.2026 · 66 Min.

Worum es geht

In diesem Podcast-Interview teilt Konstantin Grcic seine Erfahrungen und Eindrücke von Berlin als Lebens- und Arbeitsort, der durch seine Offenheit und Vielfalt viele kreative Freiräume bietet. Er erläutert die Entstehung seines neuen Unternehmens Fimm und zwanzig KG, das als Plattform für radikale und experimentelle Designkonzepte dient, die in der traditionellen Industrie oft keinen Platz finden. Grcic reflektiert kritisch über die Entwicklung der Designbranche und die Notwendigkeit, neue Wege zu gehen und den Wert von Design innerhalb von Unternehmen und Gesellschaft stärker zu betonen. Dabei betont er die Bedeutung von Ehrlichkeit, Sinnhaftigkeit und Offenheit in seinem Schaffensprozess. Abschließend spricht er über seine Lieblingsorte in Berlin und seine persönliche Haltung zu dem, was gutes Design ausmacht.

Beschreibung

Konstantin Grcic (*1965) absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Möbelschreiner an der John Makepeace School for Craftsmen in Wood und studierte anschließend Design am Royal College of Art in London. Seit der Gründung seines eigenen Studios 1991 entwickelt er Möbel, Produkte und Leuchten für international führende Unternehmen. Heute ist Konstantin Grcic Design in Berlin ansässig und arbeitet in den Bereichen Industrie- und Ausstellungsdesign sowie an Projekten an den Schnittstellen zu Architektur und Mode. Zu seinen Partnern im Industriedesign zählen Cassina, Flos, Kettal, Laufen, Magis, Mattiazzi, Muji, Mutina, Nespresso, Plank und Vitra. Im Mode- und Lifestylebereich arbeitet er unter anderem für Audi, Hugo Boss, Issey Miyake, Louis Vuitton, Prada, Rado und smart/Daimler. Viele seiner Produkte wurden mit internationalen Designpreisen ausgezeichnet, darunter der Compasso d’Oro und der German Design Award. Seine Arbeiten sind in den ständigen Sammlungen bedeutender Museen vertreten, darunter MoMA New York, Centre Pompidou Paris, Triennale di Milano und Die Neue Sammlung München. Neben dem Produktdesign bilden Ausstellungen und Installationen einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit. Grcic war dabei wiederholt zugleich Kurator und Ausstellungsdesigner, zuletzt für White Out in der Triennale di Milano (2026). Weitere Projekte umfassen unter anderem den Deutschen Pavillon der Architekturbiennale Venedig sowie Ausstellungen für das Vitra Design Museum. 2009 wurde Grcic zum Royal Designer for Industry ernannt, 2010 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Von 2020 bis 2024 lehrte er als Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, der er seither als Honorarprofessor verbunden ist. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Grcics Arbeit verbindet formale Strenge mit geistiger Präzision und Humor. Sie basiert auf intensiver Auseinandersetzung mit Kunst-, Design- und Architekturgeschichte sowie einer ausgeprägten Leidenschaft für Technologie und Materialien.

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