
Überwachung des Barrett-Ösophagus – brauchen wir das überhaupt noch? - mit Oliver Pech
aus ENDO Podcast - Good Morning Endoscopy! · 12.05.2026 · 20 Min.
Worum es geht
In der aktuellen Diskussion um die Überwachung des Barrett-Ösophagus wird die britische BOSST-Studie vorgestellt, die bei fast 3.500 Patienten über einen Median von 13 Jahren keinen Unterschied in der Gesamtüberlebensrate zwischen einer regelmäßigen Überwachung und einer bedarfsorientierten Endoskopie fand. Die Studie zeigt, dass die Überwachung, trotz hoher Endoskopierate im Kontrollarm, keinen signifikanten Einfluss auf die Entdeckung von Frühkarzinomen oder die Tumorsterblichkeit hat. Experten diskutieren, ob die bisherigen Leitlinien angepasst werden sollten, um die Intervalle zu verlängern und die Ressourcen gezielter einzusetzen. Zudem wird die Bedeutung der Risikoabschätzung, der Qualität der Endoskopie und innovativer Screening-Methoden wie der Kapselbiopsie hervorgehoben, um eine effizientere Vorsorge zu gewährleisten. Insgesamt wird betont, dass eine individualisierte Herangehensweise und eine bessere Identifikation der Risikopatienten notwendig sind, um die Überwachung sinnvoll zu gestalten.
Beschreibung
In einer aktuellen, randomisierten Studie aus England wurde festgestellt, dass die geplante Überwachungsendoskopie beim Barrett-Ösophagus nicht zu einer Reduktion der Sterblichkeit führt. Sollen wir nun auf die Überwachung verzichten? Sicherlich nicht, nur etwas differenzierter vorgehen. Wie? Darüber berichtet Oliver Pech aus Regenburg.
Themen
- Überwachung des Barrett-Ösophagus
- Studienergebnisse zur Effektivität der Überwachung
- Endoskopie-Strategien bei Barrett-Ösophagus
- Risikoabschätzung und individuelle Patientenbetreuung