Episode 5: Entdeckungen
aus Spuren in Tausenden Büchern · 19.09.2023 · 51 Min.
Beschreibung
Die letzte Folge unserer Podcastreihe „Spuren in Tausenden Büchern“ widmet sich der Bibliothek des Rätekommunisten Alfred Weiland (1906–1978). Dass die Bibliotheksbestände der Freien Universität Berlin trotz ihrer Gründung im Jahr 1948 nicht frei von NS-Raubgut sind, wird am Beispiel dieser im Jahr 1978 erworbenen Büchersammlung deutlich. Eine weitere Besonderheit dieser Sammlung ist, dass sich Alfred Weiland selbst aktiv im Widerstand gegen den Nationalsozialismus engagierte. Wie es dazu kam, dass Weiland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Büchersammlung aufbauen konnte, die auch NS-Raubgut beinhaltet, wird in dieser Folge beleuchtet. Die Provenienzforscherin Elena Brasiler untersucht akribisch die Sammlung Alfred Weilands auf ihre Spuren. Bei ihrer Arbeit stieß sie auf NS-verfolgungsbedingtes Kulturgut. Überdies berichtet Elena Brasiler von dem bewegenden Schicksal Alfred Weilands. Denn wie sich zeigen wird, war für Weiland mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Zeit der Verfolgung noch nicht beendet.