
Till Lindemann, Collien Fernandes und die Macht der Schlagzeilen
aus Wir müssen reden! - Gewalt gegen Frauen · 30.04.2026
Worum es geht
In dieser Podcastfolge analysieren Maya Piuder und Luise Heitz die Herausforderungen der Berichterstattung über Gewalt an Frauen, insbesondere wie Glaubwürdigkeit von Betroffenen in Medien und Rechtssystemen bewertet wird. Sie erläutern die juristischen Rahmenbedingungen und die Problematik der Unschuldsvermutung im Umgang mit sexualisierter Gewalt. Zudem diskutieren sie den Einfluss von Künstlerpersönlichkeiten auf die Rezeption ihrer Werke und die moralischen Fragen, die sich daraus ergeben, wenn Künstler mit Gewaltvorwürfen konfrontiert sind. Die Folge beleuchtet auch die gesellschaftlichen Mechanismen von Victim-Blaming und die Bedeutung einer reflektierten Medienanalyse. Abschließend wird die Notwendigkeit betont, Gewalt offen zu benennen und Betroffenen Solidarität zu zeigen.
Beschreibung
Zwei Fälle, eine Kernfrage. Wie wird in der Berichterstattung über Gewaltvorwürfe entschieden, wer als glaubwürdig gilt? Gemeinsam mit der Doktorandin Louise Haitz analysieren wir den schmalen Grat zwischen juristischer Unschuldsvermutung und der notwendigen Solidarität mit Betroffenen. Hilfe & Kontakt – „Wir müssen Reden“ Frauenhelpline gegen Gewalt: Rund um die Uhr, kostenlos und anonym unter 0800 222 555 oder auf www.frauenhelpline.at. Frauenreferat OÖ: Eine Übersicht aller Frauenhäuser und Beratungsstellen in Oberösterreich gibt es beim Gewaltschutzzentrum OÖ. https://www.frauenreferat-ooe.at/ Männerberatung OÖ: Für Männer, die ihr eigenes Verhalten ändern wollen oder Unterstützung brauchen: www.maennerberatung.at. Polizei-Notruf: In akuten Notsituationen immer die 133 wählen.
Themen
- Berichterstattung über Gewalt an Frauen
- Glaubwürdigkeit bei Gewaltvorwürfen
- Rechtliche Aspekte sexueller Gewalt
- Kunst und Künstler im Kontext von Gewaltvorwürfen
- Medienanalyse und gesellschaftlicher Umgang mit Gewalt