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Gegen das Vergessen: Orzech und die Anfänge der polnischen Gastroenterologie

aus GASTRO GEPLAUDER: Der gastroenterologische Wissens-Podcast · 14.05.2026 · 28 Min.

Worum es geht

Die Folge von Gastro Geplauder widmet sich dem Leben des polnischen Gastroenterologen Chil-Majer Orzech, einem bedeutenden, heute kaum bekannten Vertreter seiner Fachrichtung. Geboren in Warschau in einer jüdischen Familie, erlebte er die Zerstörung des jüdischen Lebens im Holocaust, während er als Arzt im Warschauer Ghetto tätig war und sich trotz widriger Umstände für seine Patienten einsetzte. Nach dem Krieg kehrte er nach Warschau zurück, engagierte sich in der medizinischen Gemeinschaft und prägte die Entwicklung der Gastroenterologie in Polen maßgeblich. Die Episode würdigt seine Persönlichkeit, seinen Einsatz für mittellose Patienten und seine Rolle in der polnischen medizinischen Geschichte, um das Vergessen solcher bedeutender Persönlichkeiten zu verhindern.

Beschreibung

In dieser Folge von Gastro Geplauder spricht Irmtraut Koop über das bewegende Leben von Chil-Majer Orzech – einem prägenden, heute nahezu vergessenen Vertreter der polnischen Gastroenterologie. Sein Lebensweg und der seiner ebenfalls ärztlich tätigen Frau Nesse-Serla stehen exemplarisch für eine international vernetzte, fortschrittliche Medizin zu Beginn des 20. Jahrhunderts und verdeutlichen zugleich die Bedeutung der deutschen Sprache als damalige Kongress- und Wissenschaftssprache vor der nationalsozialistischen Diktatur. Die Episode zeigt eindrücklich, wie individuelle Biografien, fachliche Entwicklungen und Fragen der Erinnerungskultur – auch im heutigen Dialog mit polnischen Kolleginnen und Kollegen – ineinandergreifen. Orzech, Gegen das Vergessen

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