
4 Schreiben, Begehren, Selbstinszenierung - Jahanaras Texte zwischen Erotik und Mystik
aus Modernes Südasien - der Podcast für Gesellschaft und Kultur · 14.04.2026 · 39 Min.
Beschreibung
In der vorangegangenen Folge haben wir die Verbindung Jahanaras zum Sufismus kennengelernt. Diese Folge schließt inhaltlich direkt daran an, also hört unbedingt erst die vorherige Folge, falls noch nicht geschehen. Jahanara stand in eng vertrauter Beziehung zu ihrem Sufi-Meister Mullah Shah Badakhshi. Eine Beziehung, die für diesen Sufi-Orden nicht ganz ungewöhnlich war, und doch einige Besonderheiten birgt. In dieser Folge erkunde ich gemeinsam mit meiner lieben Freundin Laura die Schriften von Jahanara. Ihr Schreiben ist an sich ein Akt der Aneignung männlicher Handlungsformen und dadurch bereits als eine Form von Widerstand gegen Grenzen weiblicher Geschlechterrollen zu verstehen. Wir gehen der Frage nach, inwiefern bei Jahanara körperliches und spirituelles Begehren verschmelzen und wie sie dieses transformiert. Außerdem sprechen wir darüber, inwiefern Jahanaras spirituelle Schriften Teil ihres imperialen Vermächtnisses werden. weiterführende Literatur: Bokhari, Afshan. “Masculine Modes of Female Subjectivity. The Case Study of Jahanara Begam.” In: Speaking of the Self: Gender, Performance, and Autobiography in South Asia, edited by Anshu Malhotra and Siobhan Lambert-Hurley. Duke University Press, 2015. 165-202. https://doi.org/10.1215/9780822374978-008 Dallh, Minlib. “Jahan Ara Begum: A Powerful Princess and a Sufi Devotee of the Mughal Empire.” Sufi Women and Mystics . Routledge, 2024. 103–135. https://www.taylorfrancis.com/chapters/mono/10.4324/9781003366720-5/jahan-ara-begum-minlib-dallh Mukhoty, Ira. Heroines. Powerful Indian Women of Myth and History . Aleph, 2017. Sundaresan, Indu. Die Herrscherin der Paläste . Fischer, 2013. Music by Saseendran from Pixabay