PodOrakel · KI-Podcastsuche für den DACH-Raum

Endokrine Orbitopathie: Wenn neue Therapien ein Behandlungsfeld verändern

aus DOG-Podcast Augenheilkunde · 07.09.2026 · 22 Min.

Worum es geht

Die endokrine Orbitopathie war lange Zeit eine therapeutische Herausforderung, da klassische Behandlungen wie Kortikosteroide und operative Verfahren oft unbefriedigende Ergebnisse brachten. Neue Erkenntnisse über Autoimmunprozesse und den Einfluss von Orbita-Fibroblasten führten zur Entwicklung zielgerichteter Therapien, insbesondere dem Medikament Teprotumumab, das den IGF-1-Rezeptor blockiert und so den Gewebeumbau in der Augenhöhle beeinflusst. Die Therapie zeigt vor allem bei Patienten mit starker Augenmuskelverdickung Wirkung, während Fettvermehrung weniger gut anspricht. Herausforderungen bestehen weiterhin in der Kostenfrage, der Verfügbarkeit spezialisierter Zentren und der Notwendigkeit individueller Therapieansätze. Zukünftige Entwicklungen versprechen weitere innovative Medikamente und eine verbesserte Patientenregistrierung, um die Behandlung weiter zu optimieren.

Beschreibung

Kortikosteroide, symptomatische Maßnahmen und operative Verfahren prägten lange die Behandlung der endokrinen Orbitopathie. Heute rücken zielgerichtete Therapien in den Fokus, die direkt in zentrale Krankheitsmechanismen eingreifen können. Damit stellt sich eine entscheidende Frage: Erleben wir gerade einen Paradigmenwechsel in der Versorgung dieser seltenen, aber belastenden Erkrankung? In dieser Folge des Podcasts „Gefäße im Fokus“ spricht Sebastian Holz mit Professor Eckstein von der Universitätsaugenklinik Essen über den aktuellen Stand der Therapie. Im Mittelpunkt steht, warum frühere Behandlungsansätze für viele Patientinnen und Patienten unbefriedigend blieben, welche Rolle Autoimmunprozesse, Gewebeumbau und Augenmuskelveränderungen spielen und weshalb Symptome wie Doppelbilder die Lebensqualität besonders stark beeinträchtigen können. Ein besonderer Fokus liegt auf Teprotumumab: Professor Eckstein erläutert die Wirkung über den IGF-1-Rezeptor, mögliche Effekte auf Augenstellung, Augenmuskeln und Doppelbilder sowie die Grenzen und Abwägungen dieser Therapie. Außerdem geht es um spezialisierte Zentren, interdisziplinäre Zusammenarbeit und künftige Ansätze wie neue Wirkstoffe und alternative Applikationsformen. Redaktioneller Hinweis. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lag der IQWiG-Bericht noch nicht vor und wird daher in der Folge nicht berücksichtigt. Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie unserer Redaktion: podcast@dog.org

Themen