
Stiller Reflux in der HNO-Praxis
aus ÄrzteTag · 15.05.2026 · 15 Min.
Worum es geht
In der Episode wird der häufige, aber oft übersehene laryngopharyngeale Reflux vorgestellt, der sich durch unspezifische Beschwerden wie Fremdkörpergefühl, nächtlichen Reizhusten und Globusgefühl äußert. Dr. Lars Reichstein erklärt, dass die Diagnose vor allem durch Anamnese und endoskopische Untersuchung gestellt werden kann, wobei pH-Metrie in der Praxis eher selten eingesetzt wird. Die Behandlung basiert auf Lebensstiländerungen wie Ernährungsumstellung, Oberkörperhochlagerung und Vermeidung von Reizstoffen sowie dem Einsatz von physikalischem Schleimhautschutz, der eine Barriere gegen Reizstoffe bildet. Die Therapie ist langwierig, sollte mindestens vier bis sechs Wochen dauern und kann bei Bedarf mit medikamentösen Ansätzen wie Protonenpumpenhemmern kombiniert werden. Wichtig ist die Aufklärung der Patienten, dass es sich um ein funktionelles, meist gut behandelbares Problem handelt, das keine schweren Erkrankungen darstellt.
Beschreibung
Ob Räusperzwang oder ein Globusgefühl im Hals: Oft sind Betroffene, die wegen solcher Beschwerden in der HNO-Praxis vorstellig werden, besorgt. Dabei verbirgt sich nicht selten ein Refluxgeschehen hinter den Symptomen. Welche teils einfachen Möglichkeiten - medikamentös und in der Lebensführung - den Patientinnen und Patienten helfen können, hören Sie im Podcast.
Themen
- Laryngopharyngealer Reflux
- Diagnostik und Behandlung des stillen Refluxes
- Lebensstil-Modifikationen bei Reflux
- Physikalischer Schleimhautschutz gegen Refluxbeschwerden