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Mexikos verschwundene Kinder: Wenn Mütter selbst nach den Toten suchen

aus NZZ Akzent · 16.04.2026 · 15 Min.

Worum es geht

In Guadalajara suchen Angehörige mit Schaufeln und Eisenstangen nach ihren verschwundenen Familienmitgliedern, während offiziell rund 160.000 Menschen in Mexiko als vermisst gelten. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Jalisco, wo Behörden oft nicht genug unternehmen und Angehörige auf eigene Faust nach den Leichen ihrer Familienmitglieder suchen. Ein Suchkollektiv namens 'Guerres Buscadores de Jalisco' entdeckte ein als Pferderanch getarntes Rekrutierungscamp des Kartells, in dem menschliche Knochen und Kleidungsstücke gefunden wurden. Die Regierung reagierte zögerlich auf solche Vorfälle, was Angehörige dazu treibt, selbst nach ihren vermissten Angehörigen zu suchen, wie Maria Guadalupe, die fünf ihrer neun Kinder vermisst und trotz ihres Alters von 65 Jahren weitergräbt und nach Gerechtigkeit sucht.

Beschreibung

In Guadalajara im Bundesstaat Jalisco suchen Angehörige mit Schaufeln, Eisenstangen und unerschütterlicher Hoffnung nach ihren verschwundenen Familienmitgliedern. Rund 160'000 Menschen gelten in Mexiko offiziell als vermisst – besonders betroffen ist der Gliedstaat Jalisco, ein Zentrum der Gewalt durch Drogenkartelle. Weil staatliche Behörden oft nicht ausreichend ermitteln, organisieren sich Familien in Suchkollektiven und gehen selbst auf Spurensuche. Der Lateinamerika-Korrespondent Thomas Milz begleitet die Gruppe Guerreros Buscadores de Jalisco und trifft Maria Guadalupe, die fünf ihrer neun Kinder vermisst. Ihre Geschichte zeigt, wie falsche Jobangebote, Zwangsrekrutierung und organisierte Kriminalität das Leben vieler Familien zerstören. Gleichzeitig wirft die Episode Fragen nach staatlicher Verantwortung, internationalem Druck und der Rolle der Öffentlichkeit auf – besonders im Kontext der bevorstehenden Fussball-WM. Heutiger Gast: Thomas Milz, Lateinamerika-Korrespondent Host: David Vogel Redaktion: Alice Grosjean Die Reportage von Thomas könnt ihr auch [in der NZZ lesen](https://www.nzz.ch/international/jalisco-ist-ein-massengrab-in-dem-mexikanischen-gliedstaat-hat-das-organisierte-verbrechen-tausende-von-leichen-verscharrt-ld.1929123), inklusive vieler Bilder der Aktivistinnen in Mexiko. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)

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