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Red Storm Charlie: Hamburg übt den Ernstfall

aus Machtfragen - Das sicherheitspolitische Update · 24.09.2026 · 14 Min.

Beschreibung

In Hamburg findet die Bundeswehr-Großübung Red Storm Charlie statt, bei der rund 500 Soldaten und 60 zivile Organisationen wie Feuerwehr, Polizei und sogar Handelsriesen wie Lidl und Edeka zusammenarbeiten. Geübt wird das Zusammenspiel von Militär und Zivilgesellschaft in einer angenommenen Krisensituation, bei der Nato-Truppen durch Hamburg in Richtung Osten verlegt werden müssen, während gleichzeitig Chemieunfälle, Drohnenangriffe und Proteste simuliert werden. │ Oberst Markus Reisner gibt eine Einschätzung zur russischen Kriegsführung und erklärt, dass Russland vom lokalen zum regionalen Krieg übergegangen ist und den Westen zunehmend als Kriegspartei betrachtet. Er verweist auf hybride Angriffe wie Drohnenattacken und Cyberangriffe, die als Reaktion auf westliche Waffenlieferungen an die Ukraine zu verstehen seien. │ Reform der deutschen Geheimdienste: Innenminister Dobrindt möchte dem BND mehr operative Befugnisse zur Gefahrenabwehr geben. Zusätzlich soll auch der Verfassungsschutz mehr Rechte bekommen, etwa das Eindringen in Wohnungen mutmaßlicher Extremisten und die Installation von Überwachungssoftware auf deren Handys. Kritiker von Grünen, AfD und Linken warnen vor einer Aushöhlung der Grenze zwischen Geheimdienst und Polizei und ziehen Vergleiche zur Stasi.