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WEITGEDACHT mit Prof. Bernhard Oestreich

aus WEITGEDACHT | Theologie. Gesellschaft. Hoffnung. · 16.09.2026 · 43 Min.

Beschreibung

Was hat Glaube eigentlich mit unserem gesellschaftlichen Miteinander zu tun? Vielleicht mehr, als wir manchmal denken. Denn Glaube ist zwar zutiefst persönlich – aber er bleibt nicht privat. Wo Menschen ihren Glauben leben, prägt er auch die Art, wie sie anderen begegnen, wie sie sprechen, urteilen, teilen und Gemeinschaft gestalten. In dieser Folge von WEITGEDACHT sprechen wir mit Bernhard Oestreich, Pastor und Professor für Neues Testament an der Theologischen Hochschule Friedensau. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Wirkung gelebter christlicher Glaube ganz selbstverständlich entfaltet – nicht als zusätzliche Aufgabe oder moralische Verpflichtung, sondern als Konsequenz dessen, was Menschen glauben und wie sie daraus leben. Wir sprechen darüber, warum unsere Überzeugungen nie ganz verborgen bleiben, weshalb Sprache Wertschätzung ausdrücken, aber auch ausgrenzen kann, und was es bedeutet, als Christinnen und Christen nicht vorschnell zu pauschalisieren oder zu verurteilen. Nachfolge hinterlässt Spuren – vielleicht nur wie ein kleines Licht oder ein wenig Salz, aber eben: mit Wirkung. Dabei schauen wir auch auf Jesus selbst: auf seine Hinwendung zu Armen, Fremden und Ausgegrenzten und auf seinen Umgang mit Menschen, die gesellschaftlich geächtet waren. Und wir sprechen über Gerechtigkeit: Was bedeutet sie, wenn Menschen ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Möglichkeiten haben? Wie verändert sich unser Miteinander, wenn wir den anderen mit seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen wirklich sehen? Am Ende führt das Gespräch an einen überraschend konkreten Ort: an den gemeinsamen Tisch. Denn auch das Abendmahl erzählt davon, wie gelebter Glaube Gemeinschaft verändert. Menschen mit Geld saßen dort neben Menschen ohne Rechte. Gemeinschaft bedeutete auch Teilen, Versorgung und Sättigung. Oder anders gesagt: Hier lebt der Glaube – und hier wird man satt. Eine Folge über einen Glauben, der nicht erst gesellschaftlich relevant gemacht werden muss. Wo er gelebt wird, wirkt er hinein in die Art, wie wir miteinander leben. Darüber sprechen wir: Glaube und Gesellschaft · gelebter Glaube und seine Wirkung · christliche Werte und Werturteile · wertschätzende Sprache · Pauschalisierung und Ausgrenzung · Jesus und sein Umgang mit Menschen · Arme, Fremde und Ausgegrenzte · Reichtum und Teilen · Gerechtigkeit und unterschiedliche Möglichkeiten · Abendmahl als soziale Gemeinschaft · Solidarität und Versorgung