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Was darf ein gewonnenes Lebensjahr kosten?

aus EvidenzUpdate – für klügere Medizin · 21.09.2026 · 78 Min.

Worum es geht

In dieser Podcastfolge wird die Problematik der fehlenden systematischen Bewertung der Kosten eines gewonnenen Lebensjahres im deutschen Gesundheitswesen thematisiert. Während andere Länder wie Großbritannien Kosten-Nutzen-Bewertungen mit QALYs nutzen, fehlt eine solche Praxis in Deutschland, was zu ineffizienter Ressourcenverteilung führt. Die Diskussion umfasst die Herausforderungen der Priorisierung medizinischer Leistungen, die Rolle von Ärzten in der Praxis und die Notwendigkeit einer transparenten, evidenzbasierten Entscheidungsfindung auf Systemebene. Es wird betont, dass Priorisierung nicht bedeutet, Patienten etwas zu verweigern, sondern eine Voraussetzung für ein solidarisches und leistungsfähiges Gesundheitssystem ist. Abschließend wird ein Appell für eine öffentliche Debatte und mehr Bewusstsein für diese Themen im Gesundheitswesen formuliert.

Beschreibung

Andere Länder rechnen längst aus, was ein gewonnenes Lebensjahr kosten darf. Wir in Deutschland tun das aber nicht. Während wir uns davor „drücken“, dem Leben einen Preis zu geben, verstopfen gleichzeitig Praxen, Kliniken und Co mit Krimskrams. Und jede neue Innovation nimmt ein immer größeres Stück vom Kuchen. Die Hoffnungen der einen reduzieren die Chancen der anderen. Oder mit anderen Worten: Die richtige Priorisierung gelingt nicht so, wie man sich das wünscht. Wir überlassen sie den Leuten in der Praxis und am Krankenbett. Wie sich das ändern ließe, darüber reden wir in dieser Episode mit Uwe Popert. Unsere Frage: Sollten wir für eine bessere, systematische Priorisierung künftig Kosten-Nutzen-Bewertungen machen und so rechnen, wie es die Briten machen, also mit QALYs? Würde dann alles gut?

Themen

„Gute Medizin ist nicht die Medizin mit den meisten Leistungen, sondern mit dem größten Nutzen für die Patienten.“