
Führen private Hochschulcampi zum Erfolg?
aus ZEW Wirklich Wirtschaft · 26.06.2026 · 5 Min.
Beschreibung
Private Hochschulcampi können die regionale Wirtschaft messbar stärken: Eine gemeinsame Analyse des ZEW Mannheim und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI zeigt, dass Campusgründungen das lokale Bruttoinlandsprodukt langfristig um rund 1,5 bis 2,1 Prozent erhöhen können. In der neuen Folge des ZEW-Podcasts „Wirklich Wirtschaft“ spricht Dr. Bastian Krieger, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Co-Creation“, über die wirtschaftlichen Effekte privater Hochschulen, regionale Unterschiede und die Bedeutung für die Hochschul- und Regionalpolitik. Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, ob private Hochschulcampi als wirtschaftliche Impulsgeber für Regionen wirken können. Besonders deutlich fallen die positiven Effekte in ländlichen und intermediären Regionen aus, während sich für große Städte kaum messbare Auswirkungen zeigen. Gleichzeitig machen die Ergebnisse deutlich, dass solche Impulse Zeit brauchen: Die wirtschaftlichen Effekte treten nicht unmittelbar ein, sondern werden teils erst nach vielen Jahren sichtbar. Damit liefert die Studie wichtige Hinweise darauf, wie private Hochschulgründungen gezielt zur regionalen Entwicklung beitragen können.