
Hartwig Löger über den "Vollkasko-Staat" und warum die Ehe keine Altersvorsorge ist
aus Was wichtig ist · 11.09.2026 · 25 Min.
Worum es geht
Im Gespräch mit Gerhard Hofer erklärt Hartwig Löger, CEO der Vienna Insurance Group, dass viele Österreicher Risiken im privaten Alltag deutlich unterschätzen und sich stattdessen oft gegen unwahrscheinliche Ereignisse absichern, wie etwa das Versichern von Handys oder Sonnenbrillen. Gleichzeitig herrscht eine Vollkasko-Mentalität gegenüber dem Staat, der als Absicherung für Pflege oder Invalidität gesehen wird, obwohl dieser Schutz oft nicht ausreichend ist. Löger weist darauf hin, dass die staatliche Pension auf einem Umlagesystem basiert, das keine individuelle Ansparung darstellt, weshalb private und betriebliche Vorsorge immer wichtiger wird. Er beschreibt Unterschiede im Risikoverhalten zwischen Männern und Frauen sowie zwischen jüngeren und älteren Menschen und betont die Notwendigkeit, das Risikobewusstsein durch Bildung und gezielte Maßnahmen zu stärken. Abschließend fordert er ein Umdenken in der Gesellschaft und Politik, um langfristig finanzielle Sicherheit und eine positive Lebensbalance zu gewährleisten.
Beschreibung
Smartphone und Sonnenbrille werden oft versichert, Pflege oder Invalidität kaum. VIG-Chef Hartwig Löger erklärt im Gespräch mit Gerhard Hofer, warum wir bei Risiko so oft danebenliegen.
Themen
- Risikobewusstsein der Österreicher
- Versicherungsverhalten bei Alltagsrisiken
- Staatliche Altersvorsorge und Umlagesystem
- Unterschiede im Risikoverhalten nach Geschlecht und Alter
- Vorsorge und Prävention in der Versicherungsbranche
„Eine Ehe ist keine Vorsorge, besonders nicht für die Frauen, weil man ja nie weiß, in welcher Form das auch tatsächlich ein Leben lang in der Form Wirkung haben kann.“