
Schottland-Roadtrip: Edinburgh Entdeckungen, Grey Mare's Tail & Camping am Hoddom Castle | Ep. 81
aus Camping und Abenteuer mit Kind und Hund – Familienreisen im Oldtimer-Wohnmobil · 01.09.2026 · 53 Min.
Beschreibung
In der 81. Folge unseres Podcasts nehmen wir euch mit auf unseren abwechslungsreichen Tag in Edinburgh und die anschließende Weiterreise in die schottischen Borders. Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht auf dem Parkplatz am Polizeihauptquartier – direkt neben einer Schule – wachten wir bei überraschend schönem Wetter und blauem Himmel auf. Da wir den Parkplatz bereits am Vortag per App für fünf Stunden gebucht hatten (50 Pence pro halbe Stunde ab 8:30 Uhr an Wochentagen), konnten wir den Morgen entspannt angehen. Weil Valentin nach einer unruhigen Nacht bis 9:00 Uhr tief schlief, kamen wir zwar erst gegen 10:45 Uhr los, hatten aber dank der App-Verlängerung am Ende insgesamt sieben Stunden Parkzeit zur Verfügung. Unser Weg führte uns zuerst ins charmante Dean Village. Der Abstieg mit Kinderwagen und Hund verlangte uns einiges ab: Die regennassen, matschigen Treppen waren rutschig, sodass wir den Kinderwagen gemeinsam Stufe für Stufe hinuntertragen mussten. Valentin hat den Transport als "Pascha" natürlich genossen! Am Water of Leith entlang ging es weiter zu einem beliebten Fotospot, wo sich zahlreiche Touristen tummelten. Valentin durfte hier selbst ein Stück laufen und genoss die Erkundungstour sichtlich, bis er freiwillig wieder in den Kinderwagen stieg. Das Kopfsteinpflaster in der gesamten Innenstadt erwies sich dabei als ständiger, holpriger Begleiter. Ein verpasstes Bußgeld-Schicksal eines französischen Paares erinnerte uns daran, wie strikt die Parkzonen geregelt sind: Sie hatten am falschen Automaten bezahlt und prompt ein Knöllchen kassiert. Wir setzten unseren Spaziergang fort und steuerten die St. Bernard’s Well sowie die St. Cuthbert’s Street Gardens an. Von dort aus genossen wir fantastische Ausblicke auf das Edinburgh Castle, die National Gallery und das Scotts Monument. Um 12:37 Uhr hofften wir, die "Binns Clock" schlagen zu hören – die Mechanik bewegte sich zwar spektakulär, doch zu unserer Enttäuschung blieb sie völlig stumm. Auch den traditionellen Ein-Uhr-Kanonenschuss der Burg konnten wir aus der Entfernung nicht wahrnehmen. Auf dem weiteren Weg stöberten wir im urigen Buchladen "The Gently Mad Bookshop & Bookbinder", der nach alten Büchern roch und signierte Erstausgaben sowie Sammlerstücke beherbergte. Unser eigentlicher Plan, durch den kostenlosen Botanischen Garten abzukürzen, scheiterte jedoch: Am Eingang wurden wir direkt beim Desinfizieren unserer Schuhe von einer Mitarbeiterin abgefangen, da Hunde dort nicht erlaubt sind. So wichen wir auf den malerischen Weg entlang des Water of Leith aus, der uns an alten Zechengebäuden vorbei nach Stockbridge führte. Auf der Raeburn Place entdeckten wir tolle Secondhand-Läden und Concept Stores. Gegen den Hunger holten wir uns im "Mootz General Store" zwei gigantische, köstliche Sandwiches (Huckleberry und Spicy Zucchini mit scharfem Honig) für 25 Pfund. Valentin probierte mutig, stellte aber schnell fest, dass ihm das Essen etwas zu scharf war. Ein Missgeschick im Wohnmobil gab es zum Abschluss leider noch: Eine schottische Barr-Cola glitt aus der Hand und knallte genau auf den Kopf, was in einer riesigen Kleckerei gipfelte. Nach den städtischen Abenteuern brachen wir schließlich zur Weiterfahrt in die Natur auf und steuerten den Parkplatz am beeindruckenden Grey Mare's Tail Waterfall an. Dort verbrachten wir die Nacht, um am nächsten Morgen direkt zu einer wunderschönen Wanderung hinauf zum malerischen Loch Skeen aufzubrechen. Zum Ausklang ging es danach weiter zum idyllischen Campingplatz am historischen Hoddom Castle – der perfekte Ort für die nächste Etappe unserer Reise.