
#134 Sri Lanka - zwischen Abzockern und Inselparadies
aus RAUS nach Südamerika - Der Reise und Auswanderer Podcast · 25.09.2026 · 33 Min.
Beschreibung
Ich habe mich sehr auf meine Reise nach Sri Lanka gefreut, doch meine Eindrücke sind sehr ambivalent mit Höhen und Tiefen. Obwohl ich mich in Südasien befinde, vergleiche ich meine Eindrücke weltweit mit Südamerika und insbesondere Paraguay. Derzeit befinde ich mich im Amanda Beach Resort in Arugam Bay an der Ostküste Sri Lankas. Ich liege entspannt am Pool in meiner sechsten und letzten Station des Landes und kann mir mittlerweile einen eigenen Eindruck erlauben. Nach meiner Ankunft aus Pakistan waren meine Erwartungen hoch, da mir ein Vielreisender Sri Lanka als schönstes Land empfohlen hatte. Deshalb habe ich volle zwei Wochen eingeplant. Schon der Flughafen war besonders, da dort ein Blütenduft lag und Musik spielte. Da er jedoch eine Stunde von der Hauptstadt Colombo entfernt liegt, nahm ich ein Uber. Während der Fahrt erlebte ich den ersten kleinen Schock, als der Fahrer nach Euros fragte und meine columbianischen Pesos am Ende wohl in Wechselstuben umtauschte. Mein kleines, familiäres Gästehaus an der Küste war nett, allerdings bot die Küste vor Ort wegen großer Steine und Bahngleisen keinen echten Strand zum Schwimmen. Am ersten Tag besuchte ich die Altstadt Fort in Colombo mit ihren wundervollen Kolonialgebäuden. Meine Laune kippte jedoch, als mich ständig Taxifahrer bedrängten und Passanten in Gespräche verwickelten. Zwei Männer versuchten mich unabhängig voneinander zu einer angeblichen buddhistischen Zeremonie zu locken. Wie mir die künstliche Intelligenz später bestätigte, handelte es sich um eine reine Abzockmasche für überteuerte Taxis oder gefälschte Tempelzeremonien. Am Strand der Hauptstadt ließ ich den unspektakulären Tag ausklingen. Am zweiten Tag geriet ich beim morgendlichen Joggen überraschend in den Colombo-Marathon. Bemerkenswert war, dass viele Läufer barfuß auf hartem Asphalt liefen. Anschließend besuchte ich einen beeindruckenden Tempel, der teilweise auf einem See mit schwimmenden Blumenbeeten liegt. Die detailverliebte Architektur und die Statuen waren faszinierend, auch wenn ich versehentlich doppelt Eintritt zahlte. Besonders beeindruckend fand ich die riesigen, alten Bäume mit ihren Luftwurzeln sowie das Nationalmuseum von außen, das dem Weißen Haus ähnelt. Den Tag schloss ich am Unabhängigkeitsplatz ab. Am nächsten Tag reiste ich mit einem nicht klimatisierten, extrem langsamen und nervenaufreibenden Bus ins Landesinnere nach Sigiriya. In Dambulla nutzte ich die Gelegenheit, mein Gepäck an einem Stand abzugeben und stieg die 100 Treppenstufen zum Höhlentempel hinauf. Auf dem Weg fielen mir die Affen auf, deren Frisuren mich schmunzelnd an Politikerinnen der Linkspartei erinnerten. Die Höhlen mit ihren zahlreichen Buddhas und Wandmalereien waren genauso beeindruckend wie die frechen Affen, die mich schließlich von oben mit Fruchtresten bewarfen. Nach dem Abstieg geriet ich an den nächsten Fahrgasttricker, der mir eine Fahrt im Tuk-Tuk zum Preis eines Autos aufschwatzte. In Sigiriya angekommen, bezog ich mein familiäres Hotel. Mein Hauptziel war der berühmte Felsen von Sigiriya, doch als mir die KI verriet, dass dort 1200 Stufen zu erklimmen sind, erinnerte ich mich an eine ähnliche Erfahrung in Armenien und entschied mich dagegen.