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(#3) Am häuslichen Herd

aus Ö1 Betrifft: Geschichte · 14.09.2026 · 43 Min.

Beschreibung

"Der Frauen edelster Beruf, zu dem sie Gott der Herr erschuf, ist stets im Hause still zu walten, mit Fleiß die Ordnung zu erhalten." Im Weinviertel des 19. Jahrhunderts trafen Klischeesprüche für Zierdecken, die man als Vorlage kaufen konnte, auf die harte Lebensrealität der originalen Tradwives: "Ewig Dein... wenn's nöt lang dauert". Frauen durften damals kein Handwerk erlernen - mussten aber in so gut wie allen versiert sein. Denn ihre Arbeit fand nicht nur "am Herd", sondern im ganzen Haus und darum herum statt: von Stallarbeit über landwirtschaftliche Produktion bis hin zu Reparaturen. Die durchschnittliche Frau kam auf eine halbe Stunde "Freizeit" pro Woche: während der Kirchenandacht. Da mussten manche aber schon zu einer Art Riechöl greifen, um nicht vor Erschöpfung einzuschlafen, denn spannende Podcasts gab es damals noch nicht. Mit: Veronika Plöckinger-Walenta, wissenschaftliche Leiterin, Museumsdorf Niedersulz. Host: Barbara Volfing. Sendung vom: 14.9.26