
Folge 120 – Märchenstunde: Neid bringt Leid
aus Märchenpott · 03.05.2026 · 7 Min.
Worum es geht
In dieser Folge wird ein japanisches Volksmärchen über einen wohlwollenden alten Mann erzählt, der durch das Finden eines Schatzes und eine magische Asche, die Blüten und Leben bringt, zu Reichtum und Glück kommt. Sein neidischer Nachbar versucht, ihn durch List und Gewalt zu schaden, was jedoch scheitert, da die magische Asche nur bei ehrlichen Menschen wirkt. Die Geschichte zeigt, wie Neid und Habgier zu Leid und Strafe führen, während Güte und Großzügigkeit belohnt werden. Die Erzählung endet mit einer moralischen Lehre gegen Missgunst und Bosheit, unterstützt durch wundersame Ereignisse und göttliche Gnade.
Beschreibung
Es war einmal… vor langer Zeit, da lebte in einem kleinen Städtchen ein alter Mann. Dieser hatte in seinem ganzen Leben jedermann nur Gutes getan, war fromm und gut. Deshalb hatten ihn auch alle Leute lieb, obgleich er arm war. Gerade gegenüber dem Hause dieses guten alten Mannes wohnte ein anderer alter Mann, der sehr reich war, aber nicht gut, sondern habgierig und alles, was er sah, gern haben wollte. Und so holte er sich alles von dem, der eigentlich viel weniger hatte und doch der Reichere von beiden war: seinem armen Nachbarn. Am Ende steht jedoch die bittere Erkenntnis: Neid bringt Leid, nicht nur dem, den er beneidet, sondern auch ihm selbst.
Themen
- Volksmärchen und Moral
- Neid und Habgier
- Reichtum und Bescheidenheit
- Gerechtigkeit und Bestrafung