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Konjunktur und Geldpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

aus Gemeinsam Wirtschaft gestalten · 13.05.2026 · 15 Min.

Worum es geht

In der Episode wird die aktuelle Unsicherheit durch den Iran-Konflikt und die daraus resultierenden Ölpreisschwankungen im Kontext der Geldpolitik betrachtet. Die Experten erläutern, dass die EZB vor der Herausforderung steht, auf steigende Inflationserwartungen zu reagieren, obwohl die realwirtschaftlichen Daten bislang keine deutlichen Rezessionsanzeichen zeigen. Es wird betont, dass die Inflationserwartungen in Europa bereits seit längerem steigen, was den Druck auf die EZB erhöht, im Juni eine Zinsanhebung vorzunehmen, auch ohne fundamentale Inflationsrisiken. Für die USA wird hingegen eine robuste Wirtschaft mit moderaten Inflationszahlen erwartet, sodass dort keine Zinssenkungen geplant sind. Die deutsche Industrie leidet unter den globalen Unsicherheiten, was zu einer Rezessionstendenz führt, während die Industrieproduktion schwächelt. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Entwicklung durch den Konflikt und die Energiepreise stark beeinflusst, wobei die geldpolitischen Maßnahmen nur begrenzt gegen die Inflation wirken können.

Beschreibung

Die hohe Unsicherheit infolge des Iran-Konflikts stellt für die Notenbanken ein schwieriges Umfeld dar. Doch die Notwendigkeit einer geldpolitischen Reaktion hängt maßgeblich davon ab, ob die realwirtschaftlichen Folgen des Konflikts die Inflationserwartungen einfangen. Ein länger anhaltender Konflikt oder ein weiter eskalierender Ölpreis implizieren eine Erhöhung der Wachstumsrisiken, sodass die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Reaktion von der Dauer des Konflikts und der Höhe des Ölpreisanstiegs abhängt. Diese globalen konjunkturellen Risiken spiegeln sich auch in den Prognoserevisionen verschiedener Institute wider. Für Deutschland ist daher von einem weiteren Produktionsrückgang für die deutsche Industrie und die bedeutendsten Branchen auszugehen. Denn neben einem getrübten globalen Wachstumsausblick belasten standortspezifische Faktoren die lokale Produktion. Dies trübt auch die Hoffnung auf den erhofften fiskalpolitischen Multiplikatoreffekt und erhöht den Reformdruck für den Wirtschaftsstandort.

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