
Was zu viele Deutsche nicht hören wollen. Mit Sascha Chaimowicz
aus RONZHEIMER. · 26.09.2026 · 54 Min.
Worum es geht
Sascha Chaimowicz, Chefredakteur des ZEITmagazins, schildert seinen Alltag als Jude in Berlin-Kreuzberg und wie sich das Lebensgefühl seit dem 7. Oktober grundlegend verändert hat. Er berichtet von zunehmendem Antisemitismus, der sich in alltäglichen Situationen und sogar in staatlichen Beratungsempfehlungen widerspiegelt, etwa bei der Einschulung jüdischer Kinder. Die politische Debatte um die Linkspartei und deren Umgang mit antisemitischen Tendenzen wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Solidarität mit Palästina in der muslimischen Community des Viertels. Chaimowicz beschreibt die schwierige Balance zwischen dem Wunsch, im Viertel zu bleiben, und der Sorge um die Sicherheit seiner Familie. Die Episode gibt einen tiefen Einblick in die Herausforderungen jüdischen Lebens in einem politisch und gesellschaftlich komplexen Umfeld.
Beschreibung
Paul Ronzheimer spricht mit Sascha Chaimowicz, Chefredakteur des ZEITmagazins, über seinen Alltag als Jude in Berlin-Kreuzberg. Seit dem 7. Oktober habe sich das Lebensgefühl im Viertel grundlegend verändert: Chaimowicz erzählt, warum jüdische Freunde ihren Davidstern verstecken, weshalb seine Familie offen über einen Umzug nachdenkt und warum er sein Kind möglicherweise nicht auf eine Kreuzberger Schule schicken will.
Themen
- Antisemitismus in Berlin-Kreuzberg
- Jüdisches Leben und Alltagserfahrungen
- Politische Debatten um die Linkspartei
- Auswirkungen des Nahostkonflikts auf das Viertel
- Schulsituation für jüdische Kinder
„Wenn du dein Kind nicht in deine Nachbarschaftsschule schicken kannst als jüdischer Mensch, weil du Angst hast, dann ist es vielleicht der falsche Ort zu wohnen.“