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LNG-Paradoxon: Die Welt sagt Tschüss zur Brückentechnologie| Ira Joseph (Columbia-Universität)

aus Das Klima-Labor von ntv · 12.04.2026 · 12 Min.

Worum es geht

Erdgas wurde als Brückentechnologie zur Umstellung auf erneuerbare Energien angesehen, aber der Gasmarkt erfährt einen Preisschock nach geopolitischen Ereignissen. Amerikanische LNG-Unternehmen profitieren davon, doch Experten wie Ira Joseph von der Columbia Universität prognostizieren das Ende von LNG als Brückentechnologie, insbesondere in Asien. Die Schließung der Straße von Hormuz führt zu steigenden LNG-Preisen und einer verstärkten Nutzung von Kohle als Energiequelle. Länder wie Bangladesch, Pakistan und Thailand könnten vermehrt auf Kohle umsteigen. Die steigenden Preise machen LNG im Stromsektor unattraktiv im Vergleich zu Kohle und erneuerbaren Energien. Der Iran-Krieg und die geopolitischen Spannungen haben das Bild des LNG-Marktes verändert, mit den USA als größtem LNG-Lieferanten und neuen Projekten weltweit.

Beschreibung

Erdgas ist die Brückentechnologie. Der saubere Brennstoff für den Übergang zu den erneuerbaren Energien. Das ist die Erzählung. Vier Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine erlebt der Gasmarkt jedoch einen weiteren Preisschock. Amerikanische LNG-Unternehmen profitieren, doch selbst sie sagen: Das ist nicht gut für die Branche. Ira Joseph stimmt im Podcast zu. Der US-Amerikaner ist ein führender Experte für die globalen Gasmärkte und beschäftigt sich mit der Frage, wie der Iran-Krieg den Gasmarkt verändert. Seine Theorie ist bekannt als LNG-Paradoxon: Der Krieg im Iran wird zu einem größeren LNG-Angebot führen, weil die hohen Preise neue Anbieter und Geldgeber anlocken. Die Nachfrage wird sinken, weil Länder, die bisher LNG importiert haben, sich nach Alternativen umschauen. Gast: Ira Joseph, Global Fellow am Zentrum für globale Energiepolitik der Columbia-Universität in New York. Der US-Amerikaner war zuvor Abteilungsleiter für Erdgas und LNG beim börsennotierten Finanzdienstleister S&P Global. Erstmals hat er sich Ende der 1980er-Jahre mit der Öl- und Gasindustrie beschäftigt als Reporter für die Rohstoffzeitschriften "Petroleum Intelligence Weekly" und "World Gas Intelligence". Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

Themen

„Das Ende von LNG als Brückentechnologie ist eingeläutet, speziell in Asien. Einige Länder werden mehr Kohle verbrennen, einige Länder werden sogar deutlich mehr Kohle verbrennen.“