
»Kultur denken. Season 8 Episode 2: OLFAC with Brandon Woolf
aus Kultur denken · 19.05.2026 · 26 Min.
Worum es geht
In dieser Episode wird die historische und kulturelle Bedeutung von Gerüchen, vor allem Knoblauch, als Werkzeug der Othering-Prozesse beleuchtet. Brandon Woolf führt durch seine interdisziplinären Kunstprojekte, bei denen Gerüche wie Knoblauch bewusst eingesetzt werden, um gesellschaftliche Normen, Vorurteile und Machtstrukturen sichtbar zu machen. Dabei wird die Verbindung zwischen Gerüchen, ethnischer Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung aufgezeigt, etwa durch historische Stereotype, medizinische Eingriffe und moderne Geruchsverordnungen. Die Diskussion reicht von der Wissenschaft über Performance-Kunst bis hin zu utopischen Aktionen, bei denen das Pflanzen von Knoblauch in urbanen Räumen als Mittel zur Veränderung der Beziehung zur Umwelt und Gesellschaft erforscht wird. Ziel ist es, durch sinnliche Erfahrungen und künstlerische Interventionen Reflexionen über soziale Ausschlüsse, Hygieneideale und Machtverhältnisse anzuregen.
Beschreibung
Garlic’s notorious smell—lingering on our breath and at our tables—has historically been weaponized by colonial and hegemonic powers as a means of othering and oppression. What might olfaction, and odor more broadly, offer as a lens ( a nostril?) through which to interrogate socio-political relations? How and when do we abandon our fellow citizens and living things because of their odor? What do we risk by actually smelling each other? What stinks about our civic lives, and how could they smell more like Bärlauchsuppe? The OLFAC Symposium, held in December 2025 at the ifk in Vienna, was organized by Silke Felber, Freda Fiala, and Julia Ostwald as part of the ERC Consolidator Project OLFAC. More information is available at olfac.kunstuni-linz.at. Interviews/ Redaktion/ Moderation: Katharina Rahn Sound Editing: Paul Jones
Themen
- Olfaktorische Kultur und Gesellschaft
- Geschichte des antisemitischen Stereotyps und Körpermodifikationen
- Performancekunst und soziale Interventionen