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Schottland-Roadtrip: Zwischen Nebel in Dunkeld, Einkaufs-Chaos und Fringe-Festival-Trubel in Edinburgh | Ep. 80

aus Camping und Abenteuer mit Kind und Hund – Familienreisen im Oldtimer-Wohnmobil · 30.08.2026 · 32 Min.

Beschreibung

In dieser 80. Podcastfolge nehmen wir euch direkt mit auf unseren Stellplatz an einer großen Hauptpolizeiwache in Edinburgh. Unser Tag begann jedoch noch ganz ruhig und gemütlich im regenverhangenen Dunkeld, wo wir an einem kleinen, rauschenden Fluss aufgewacht sind. Es hatte bereits die ganze Nacht geregnet, und am Morgen hingen die Wolken tief in den Bäumen der umliegenden Hänge. Während Mila und ich morgens draußen unterwegs waren, trafen wir auf unseren Schweizer Campingnachbarn. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie ihr Wohnmobil im deutschen Konstanz gemietet haben – was rund 30 % günstiger war als in der Schweiz. Sie waren insgesamt fünfeinhalb Wochen in Schottland unterwegs und machten sich nun langsam auf den Rückweg über Dover nach Calais. Bevor wir selbst losfahren konnten, mussten wir unser Wohnmobil noch kurz umparken. Sonntagmorgens gegen 9:00 Uhr klopfte plötzlich die Müllabfuhr an unser Fenster. Obwohl wir erst dachten, es ginge um Glas-Recycling, wollten die Mitarbeiter tatsächlich nur eine einzige kleine Mülltonne leeren – für uns eine amüsante Szene. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Edinburgh. Unterwegs legten wir in Dunfermline einen Zwischenstopp bei Aldi ein. Während der Fahrt war Valentin eingeschlafen, wachte aber pünktlich auf dem Parkplatz wieder auf. Nach dem Einkauf fuhren wir auf der M90 weiter. Aufgrund von Stau vor der Queensferry Crossing lotste uns das Navi abseits der Autobahn über das Land und durch kleinere Ortschaften. Schließlich überquerten wir den Firth of Forth auf der 2,7 Kilometer langen Queensferry Crossing – der längsten Schrägseilbrücke Schottlands. Trotz des starken Regens und der 3,30 Meter hohen Windschutzwände konnten wir Blicke auf die benachbarte historische Forth Bridge (Eisenbahnbrücke) und die Forth Road Bridge erhaschen. In Edinburgh angekommen, steuerten wir unseren im Voraus recherchierten Parkplatz direkt an der Hauptpolizeiwache im Stadtteil Stockbridge an. Da Edinburgh eine Umweltzone (Low Emission Zone) hat und Park-and-Ride-Plätze für Wohnmobile oft Höhenbeschränkungen aufweisen oder das Übernachten verbieten, war dieser Platz ideal: Am Wochenende ist das Parken hier kostenlos, und ab Montag gilt die Gebührenpflicht erst ab 8:30 Uhr für maximal 9 Stunden. Gemeinsam mit Hund Mila machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Entlang der Comely Bank Road erkundeten wir das wunderschöne Viertel Stockbridge mit seinen prachtvollen Bauten, gemütlichen Cafés und kleinen Läden. Über den steilen Anstieg ging es schließlich hinauf zum Edinburgh Castle. Zu dieser Zeit im August verwandelte das weltberühmte Fringe Festival die Stadt in ein buntes Meer aus Menschen, Straßenkünstlern, Comedy-Acts, Musikern und Akrobaten. Wir erfuhren auch die Entstehungsgeschichte des Begriffs „Military Tattoo“: Er geht auf den niederländischen Ausruf „Doet den tap toe“ („Macht den Zapfhahn zu“) aus dem 17./18. Jahrhundert zurück. Auch wenn das diesjährige Royal Edinburgh Military Tattoo am Vortag zu Ende gegangen war, prägten die riesigen Tribünen auf dem Schlossvorplatz noch das Bild. Zum Abschluss unseres erlebnisreichen Stadtbummels gönnten wir uns an der Royal Mile noch traditionelle Pasties – für mich mit Haggis und Kartoffeln, für die Familie mit Brokkoli, Blumenkohl und Käse. Leider blieb es nicht beim Sonnenschein, so dass wir durchnässt beim Wohnmobil angekommen sind.