
Vitamin-B12-Mangel: Neugeborenen-Screening wird ergänzt
aus 'ne Dosis Wissen | Der Medizin-Podcast für Menschen im Gesundheitswesen · 12.05.2026 · 9 Min.
Worum es geht
Mit der Erweiterung des Neugeborenen-Screenings in Deutschland ab Mai werden nun auch Tests auf Vitamin B12-Mangel sowie auf die Stoffwechselerkrankungen Homocystinurie, Propionazidämie und Methylmalonazidurie eingeführt. Diese seltenen Erkrankungen sind oft klinisch unauffällig, können jedoch unbehandelt zu schweren neurologischen Schäden, Entwicklungsstörungen oder sogar Tod führen. Die frühzeitige Diagnose ermöglicht eine rechtzeitige Behandlung, was insbesondere bei Vitamin B12-Mangel durch einfache Substitutionen einen erheblichen Nutzen bietet. Experten betonen, dass die Maßnahmen sinnvoll sind, da sie potenziell irreversible Schäden verhindern und die Früherkennung bei den seltenen Erkrankungen durch die Kombination verschiedener Tests verbessert wird, obwohl die Evidenzlage bei einigen dieser Erkrankungen noch begrenzt ist.
Beschreibung
Wie sinnvoll die neuen, zusätzlichen Untersuchungen des Neugeborenen-Screenings sind, erklärt Dennis Ballwieser.
Themen
- Erweiterung des Neugeborenen-Screenings
- Vitamin B12 Mangel bei Neugeborenen
- Stoffwechselerkrankungen im Säuglingsalter
- Früherkennung und Nutzenbewertung im Gesundheitswesen
„Der gesundheitliche Vorteil ist potenziell sehr groß, weil der Gewinn nicht nur in der früheren Diagnose, sondern in der präventiven Behandlung vor irreversibler Schädigung liegt.“