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»Eine Lähmung für das ganze Land« | Rainer Wendt (Ex-Polizeigewerkschaftschef)

aus Junge Freiheit Interview · 25.09.2026 · 73 Min.

Worum es geht

Rainer Wendt beschreibt Deutschland als ein Land in der Warteschleife, in dem Reformen angekündigt, aber nicht umgesetzt werden, weil die politische Klasse den Staat als ihre Beute betrachtet. Er kritisiert die Parteien, die den Regierungsapparat für ihre Zwecke nutzen und politische Verantwortung nicht ernst nehmen. Wendt reflektiert seine langjährige Erfahrung als Polizeigewerkschaftschef und CDU-Mitglied und äußert sich zur inneren Sicherheit sowie zur Zukunft der CDU, die seiner Meinung nach eine klare konservative Linie braucht. Er zeigt sich skeptisch gegenüber aktuellen politischen Entwicklungen, bleibt aber hoffnungsvoll, dass es innerhalb der CDU noch Kräfte gibt, die eine positive Veränderung bewirken können. Abschließend fordert er mehr Tatkraft und echte Reformen statt endloser Debatten und parlamentarischer Pausen.

Beschreibung

Rainer Wendt bei Moritz Schwarz über einen langsamen Staat und Parteien, die ihn für sich nutzen Rainer Wendt war über 40 Jahre Beamter und bis April 2026 Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Sein jüngstes Buch mit Frank Henkel heißt „Deutschland in der Warteschleife": ein Land, in dem die Regierung seit anderthalb Jahren Reformen ankündigt und das Parlament dann in die Sommerpause fährt. Den Grund sieht Wendt in einer politischen Klasse, „die überhaupt nicht verstehen kann, dass der Staat ihr nicht gehört". Die Parteien, sagt er, „haben sich den Staat tatsächlich zur Beute gemacht" – vom öffentlichen Dienst über die Spitzen der Behörden bis zu den Richtern. Anhörungen seien nur noch Simulation, den Regierungsapparat nutzten die Parteien „hemmungslos". Auch seine eigene Partei nimmt er nicht aus: Nach den 4,9 Prozent der CDU in Mecklenburg-Vorpommern müsse Friedrich Merz die Reformen jetzt durchsetzen, notfalls gegen die SPD. Außerdem: warum Wendt trotz allem in der CDU bleibt und nicht in die AfD geht, was er von der Brandmauer hält und was er zu einem Kölner Bleibeprogramm sagt, auf dem auch Straftäter stehen.

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