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Ist Lernsoftware wirklich effektiver, wenn SchülerInnen den Lernprozess selbst in die Hand nehmen?

aus Forschung fördert Bildung · 22.04.2026 · 13 Min.

Worum es geht

In der Podcast-Folge wird die Meta-Analyse von Carriage, Burns und Mackie vorgestellt, die den Einfluss von selbstgesteuerter versus programmgesteuerter Lernsoftware auf den Lernerfolg untersucht. Die Analyse zeigt, dass es keine signifikanten Unterschiede im Lernerfolg zwischen den beiden Ansätzen gibt, wobei auch die Merkmale der von Lernenden gesteuerten Software kaum Einfluss hatten. Die Studie untersuchte außerdem verschiedene Arten von Lernsoftware, wobei umfassende Programme, die mehrere Fertigkeiten abdecken, etwas besser abschnitten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Qualität und Passung der Software für den Lernerfolg wichtiger sind als die Steuerungsmöglichkeit durch die Lernenden. Für die Praxis bedeutet dies, dass Lehrkräfte bei der Auswahl von Lernsoftware vor allem auf deren sinnvolle Gestaltung und individuelle Eignung achten sollten, statt sich auf die Steuerungsart zu fokussieren.

Beschreibung

Angesichts der Vielzahl an digitalen Angeboten für den MINT-Unterricht stellt sich für Lehrende die Frage, welche Art von Software den Lernprozess besonders effektiv unterstützt. Es wird angenommen, dass Lernprogramme, in denen die SchülerInnen den Lernprozess selbst steuern können, bessere Lernerfolge ermöglichen als Software, bei der die Steuerung durch das Programm selbst erfolgt. Die aktualisierte Metaanalyse „Updated meta-analysis of learner control within educational technology“ (Karich, Burns, & Maki, 2014) klärt, ob diese Lernprogramme effektiv sind und inwiefern bestimmte Rahmenbedingungen die Wirksamkeit von lernergesteuerter Lernsoftware beeinflussen. In dieser Folge geht es um die Frage, ob Schülerinnen und Schüler im Unterricht bei der Verwendung von Lernsoftware ihren Lernprozess selbst steuern sollten.

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